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Schwäb. Albverein e.V.

Ortsgruppe Ludwigsburg
Peter Mugele

 

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Wanderung ins Blaue

 

Nach zwei total verregneten " Wanderungen ins Blaue " der Vorjahre, erwartete die Wanderfreunde heuer ein wunderschöner Wandertag, azurblauer Himmel, Baum-und Wiesenblütenpracht, sattes vielfältiges Grün, herrliche Landschaftsblicke.

Diesmal führten Wanderführer Dieter Mosdzien und Achim Schröter die Wanderfreunde von Gronau aus, welches man mit Bahn und Bus erreicht hatte, hinein in einen sonnig warmen Frühlingstag. Mit noch unbekanntem Tagesziel ging es zum Ort hinaus und ansteigend hinauf zu Streuobstwiesen, Rebhängen und Wald. Bereits hier ist man begeistert über die blühende Pracht der Bäume und den weiten Ausblicken in die Landschaft des Bottwartals. Ist da nicht der Lichtenberg, der Wunnenstein oder Köchersberg, wie heißt der Ort da drüben, das ist ja Burg Hohenbeilstein, gemeinsam wird über alles Auskunft gegeben. Auf Höhe gekommen geht es bequem entlang des Bräunersberg und das Landschaftsbild ändert sich. Im Tal die Straße welche hinein in das Waldgebiet der Löwensteiner Berge führt. In der Nähe liegt das am Hang liegende Jettenbach und drüben am Mühlenberg ist der Ort Gagernberg auszumachen. Wohin führt die Wanderung? Noch wird gerätselt, denn die Wandermöglichkeiten in dieser Gegend sind vielfältig. Aha, es geht nach Jettenbach hinab. Unten im Tal liegt die ehemalige Dorfkelter die etwa 1730 errichtet wurde und bis 1938 immerwieder genutzt wurde. Das gepflegte Fachwerkhäuschen ist denkmalgeschützt. Lustig die Windfahne am Dachfirst mit einem Bauern und seiner Kuh. Wir überqueren die Straße und den Schmidbach, dann geht es steil bergauf. Aus dem Wald kommend liegt auf großer landwirtschaftlicher Hochfläche der Weiler Gagernberg mit teilweise schönen Fachwerkhäusern. Von der Hochebene geht der Blick hinüber nach Billensbach und von hochgelegenen Feldern leuchten in der Ferne gelbe Rapsfelder herüber. Ortskundige meinen da gehts doch zum Annasee und weiter nach Beilstein. Schaun wir mal, noch wird nichts verraten! Beim weiterwandern ist am Waldrand ein Hinweisschild, daß hier einmal der Altwürttembergische Landgraben, einst Zoll-undVerteidigungslinie, vom Heuchelberg zum Bottwartal (1456-1805) verlaufen ist und tatsächlich, da liegt inmitten einer Waldlichtung auch der Annasee. Ein trübes Wasser, aber ein schön angelegter Rast-und Grillplatz, wo wir Vesperpause machen. Im lichtgrünen Buchenwald geht es dann weiter und später auf schmalem Waldpfad entlang der Weinberge um Burg Wildberg. Eine auf einem Bergsporn liegende gepflegte Burg mit Turm, Fachwerkerkern und mächtiger Schildmauer. Linker Hand liegen die Ausläufer des Waldgebiets Langhans. Langsam wird es allen klar, es geht in Richtung Beilstein! Über trockene Felder auf denen der Wind Erde aufwirbelt kommen wir zur Burgruine Helfenberg. Vom Wanderführer hören wir etwas über die Geschichte der Burg. Weiter durch Weinberge, bereits sind erste Rebenblättchen zu sehen, geht es dann ins Tal hinab. Dort dem Söhlbach entlang, vorbei am Hang liegenden schönen Wochenendhäusern, weiter am steilen Weinberg des Fohlenbergs vorbei und bald ist der Ortsrand der Stadt erreicht. Jetzt wissen die Wanderfreunde auch wo die Schlußeinkehr sein wird. Noch müssen wir aber ans andere Ende  von Beilstein gehen und sind dann in der " Weinstube zur Bütte " im Weingut Krohmer. Zahlreich sind die Besenbesucher. Auch wir sitzen im Freien, wohl an sonniger Stelle aber sehr windig und lassen es uns gut gehen.  Es ist Zeit Dieter und Achim herzlich zu danken für den wunderschönen " Wandertag ins Blaue. "  Wohlbehalten und höchst zufrieden kehren wir nach Ludwigsburg zurück und behalten den erlebten Frühlingstag in guter Erinnerung. Stellen auch fest wie vielfältig schön die Landschaft in unmittelbarer Nähe, abseits der großen Industriestädte, ist und immer zum erholsamen Wandern einlädt.

Bericht und Bilder: Wolfgang Staudenmayer