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Heuchelberg

Rückblick auf die Wanderung „Panoramaweg Heuchelberg“ vom 14.09.2014

Zwanzig Wanderer machten sich mit den Wanderführern Gustav König und Hans Stöhr auf ins Unterland. Vom Städtchen Leingarten bei Heilbronn ging es zunächst gemütlich durch das Naherholungsgebiet Eichbott. Zwei kleine Seen schauten unter Bäumen und Gebüsch hervor. „Ah und dort, seht mal … ein Schwan mitten auf dem See“! Ja, ein Schwan, wohl ein ganz junger noch, der hatte ja noch ein graues Gefieder, so steingrau … ach du meine Güte, der war wirklich aus Stein, aber täuschend ähnlich und er bewegte sich auch sanft auf den Wellen, denn er war nicht ganz fest installiert. Reingefallen waren wir alle, wie bestimmt schon viele vor uns! Alle grinsten amüsiert.

Nun in den Wald hinein, ein sanfter Anstieg begann. Das Wetter war recht angenehm, die Sonne kam immer wieder hervor. Etwas Rotes leuchtete am Wegrand: Da hatte wohl mal wieder jemand Papier weggeschmissen? Nein, das war ein Pilz und zwar ein ganz exotischer. Er hatte leuchtend rote „Fangarme“ und erinnerte an einen Tintenfisch. Und diese rötlichen Knubbel daneben waren wohl Exemplare im Jugendstadium. Zwischenzeitliche Internetrecherche hat ergeben: Er heißt tatsächlich „Tintenfischpilz“, die kleinen noch geschlossenen Exemplare nennt man „Hexeneier“. Er ist eigentlich nicht bei uns heimisch und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aus Asien eingeschleppt. Was man beim Wandern so immer wieder entdecken kann!

Wir trafen schließlich auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg. Hier begannen die Weinberge und hier parkten die Sonntagsausflügler, die wohl oben Mittag essen wollten und sich bei einem kleinen Aufstieg noch etwas Appetit holten. Langsam wurde der Weg steiler, viele Trauben hingen noch an den Rebstöcken. Das machte Lust zum Naschen, aber wir waren eisern und beherrschten unsere Fresslust. Unmittelbar am Wanderweg entlang angelegte Rebzeilen waren mit Netzen vor eventuellen Attacken geschützt; nicht alle Wanderer sind wohl so diszipliniert wie wir Albvereinler.

Ein letzter steiler Aufstieg und wir waren am Ziel. Jede Menge Leute im Restaurant und im Biergarten. Die Sonne schien und da drüben stand er, der Aussichtsturm, die Heuchelberger Warte, ein malerischer Turm wie im Rapunzel.-Märchen. Im Jahr 1483 wurde er erbaut von Graf Eberhard im Bart als westlicher Endpunkt des Altwürttembergischen Landgrabens. Dieser Grenzwall, auch „schwäbischer Limes“ genannt, diente zu Beobachtungszwecken und war von keiner großen militärischen Bedeutung.

„Wollen wir drinnen oder draußen sitzen? Ja, reserviert ist eigentlich drinnen, aber draußen ist es schön sonnig, ein bißchen windig aber auch …“ Zum Schluss saßen die einen drin und die andern draußen und allen mundete das Essen, das in Nullkommanix serviert wurde. Die haben Übung mit Ausflugsansturm!

Vor dem Abstieg noch eine Runde drehen und die herrliche Aussicht bis nach Heilbronn genießen … wie bist Du schön, mein Schwabenland! Thomas Bucic bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Gustav und Hans für den gelungenen Wandertag. Wir stiegen hinab nach Leingarten und fuhren erstmal bis Heilbronn. Da war doch heute Morgen eine Eisdiele an der Ecke zu sehen gewesen … ja, schnell dorthin um noch einen Spezial-Riesenbobbel Eis zu holen (oder zwei). Mmh, köstlicher Abschluss eines köstlichen Tages.

Text: Christa Mugele