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Schwäb. Albverein e.V.

Ortsgruppe Ludwigsburg
Peter Mugele

 

Telefon: 07141 - 925152
Goethestraße 6
71638 Ludwigsburg 

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Wandern im Fünfmühlental

 

In Gundelsheim startete die Albvereinsgruppe mit den Wanderführern Gustav König und Hans Stöhr zur Wanderung durch’s Fünfmühlental. Der Himmel war bewölkt, doch es regnete zum Glück nicht mehr. Man überquerte zunächst die Bahngleise, dann ging es über die Neckarbrücke in den Wald hinein und weiter zum Sträßle, das zur Burg Guttenberg hinauf führt. Der Weg war recht matschig und die Wanderstiefel wurden immer schwerer. Kein Wunder nach dem vielen Regen der letzten Zeit. Das Schuheputzen am Abend würde sich lohnen!

Nach der obligatorischen „Apfelpause“ ging es weiter bis zur Burg Guttenberg. Die Burg stammt aus dem späten Mittelalter und ist noch bewohnt. Besonders beeindruckend waren die mächtigen Schildmauern und der hohe Bergfried, wunderschön auch der Ausblick ins Neckartal und zu den Burgen Horneck und Hornberg. Ob wohl die Ritter einstmals  auch diese Aussicht genossen haben oder ob sie mehr daran interessiert waren, gut betuchte Kaufleute auszumachen, wo sich ein kleiner Überfall lohnen würde?

Zurück im Tal begann an der Mühlenschänke nun das Tal des Mühlenbachs mit seinen Seitengewässern, das der Wanderung ihren Namen gegeben hatte. Die Gegend um Bad Rappenau ist bekannt für ihr salzhaltiges Wasser, das die Stadt zum Kur- und Badeort gemacht hat. Dazu passte die Geschichte einer Kläranlage an unserem Wanderweg. Hier befand sich von alters her eine Salinenquelle, wo Salz durch Trocknung gewonnen wurde. Das verbleibende Restwasser wurde in den Mühlenbach geleitet, wo es immer wieder ein Fischsterben verursachte. Als man die Zusammenhänge erkannte, wurde die heutige Kläranlage gebaut und das Wasser konnte nun sauber gehalten werden.

Ursprünglich standen am Mühlenbach sechs Wassermühlen, von denen heute nur noch fünf vorhanden sind. Durch den Zufluss einiger Seitenbäche gab es auch in trockenen Zeiten genügend Wasser für den Betrieb der hölzernen Wasserräder. Über Wehre und schmale Kanäle wurde das wertvolle Nass zu den Mühlen hingeleitet. Im Lauf der Zeit wurde der Betrieb jedoch unrentabel und im Jahr 1970 stellte auch die letzte Mühle den Betrieb ein.

Das Städtchen Rappenau hat durch die Landesgartenschau sehr profitiert. Wunderschön Kuranlagen mit kleinen Seen bieten ein malerisches Bild. Speziell für die Gartenschau wurden ein Aufzug und eine Treppe zu den höher gelegenen Kuranlagen gebaut, wo man wieder die schöne Aussicht genießen konnte. Im Hotel Adler wurde für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt und Horst Rossel bedankte sich im Namen aller Wanderfreunde bei Gustav und Hans für den wunderschönen gelungenen Tag.

Text: Christa Mugele
Bilder: Hans Stöhr