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Travertin, Mineralquellen und Weinberge

Eine etwas andere Wanderung am 16.11.2014

Am Sonntag hatte der Schw.Albverein Ludwigsburg zu einer Stadterkundung nach Bad Cannstatt eingeladen und eine recht grosse Gruppe Mitglieder fand sich trotz trübem und regnerischem Wetter am Bahnhof ein.

Bad Cannstatt ist jahrhundertaltes Siedlungsgebiet, das später von den Römern bevorzugt genutzt wurde, wobei die Funde der Thermalwasser sicher eine wichtige Rolle spielte. Im Jahr 1905 schloß sich dann Cannstatt an die Stadtgemeinde Stuttgart an.

Die Wanderung begann an der Rosensteinbrücke über den Neckar zum "Klösterle", dem letzten verbliebenen Bauwerk aus der Gründungszeit. Dort machten wir auch Bekanntschaft mit dem ersten der vielen Brunnen, die wir noch besuchen sollten. Überraschend für uns: Aus allen von uns besuchten Brunnen fließt eigens erbohrtes Quellwasser und kann bedenkenlos getrunken werden. (Teilweise sind auch Angaben zur Zusammensetzung der Inhaltsstoffe vermerkt.) In kurzer Folge erreichten wir den "Erbsenbrunnen", den versteckt liegenden "Streitmannbrunnen", den "Jacobsbrunnen" und den "Veielbrunnen". Aber auch eine kleine prähistorische Ausgrabungsstätte konnten wir besichtigen. Dort wurden einige Stosszähne und Backenzähne von Mammuts ausgegraben.

Unser Spaziergang führte uns nun in die moderne Welt der Geschäfte, durch den Bahnhof  zum Cannstatter Carrée und von dort in Richtung Kurpark. Nicht ausgelassen wurde ein Besuch des Uffkirchhofs, einem der ältesten Friedhöfe der Stadt Stuttgart, welcher im 8. bzw. 9. Jahrhundert an einer römischen Straße angelegt wurde. Dort sind  etliche bekannte Persönlichkeiten ,z.B.         Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach, Oskar Heiler, begraben.

Nach einem kurzen Weg erreichten wir den Kurpark. Nicht versäumen darf man dort den Besuch der Daimler-Gedächtnisstätte, wo er zusammen mit Maybach 10 Jahre seine Motoren entwickelt hat. Geöffnet ist immer an Wochenenden, eine spezielle kleine Führung ist gegen ein kleines Entgelt jederzeit möglich.

Nun war Kaffeepause angesagt im Kursaalrestaurant, das wir über eine Treppenanlage vorbei am Thermalbad erreichten. Das Reiterstandbild König Wilhelm I. vor dem Kursaal war nicht zu übersehen. Wie auch beim Gang durch die Stadt immer wieder Skulpturen ins Auge fielen, z.B. von Goertz und Seemann, Skulpturen von Robert Stolz und zum Gedenken an die Vertriebenen des 2. Weltkrieges, um nur einige zu nennen.

Jetzt war auch unverhofft die Sonne aus den Wolken gekommen und begleitete uns auf unserem weiterem Weg durch die Weinberge unterhalb der ehemaligen Reiterkaserne  zum Travertinpark. Bis vor nicht all zu langer Zeit erstreckte sich oberhalb der Müllverbrennunngsanlage Mühlhausen ein großer Travertinsteinbruch mit den dazugehörenden Einrichtungen. Teile der Kran- und  Beförderungsanlagen für die wuchtigen Steinquader sind hier aufgebaut und alles mit Schautafeln erläutert.

Langsam meldete sich der Hunger bei den Wanderfreunden, doch das Endziel, die Vereinsgaststätte der "Eintracht Frohsinn" am Max-Eyth-See mußte man noch erreichen. Dort wurde Hunger und Durst gestillt  ehe uns Stadtbahn und S-Bahn wieder nach Hause brachte.

Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Tag sei den Wanderführern Thomas Bucic und Ingrid Ollig gesagt, die sich viel Mühe mit diesem Tagesprogramm gemacht haben.

Marianne Staudenmayer

Bilder: Hans Stöhr