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Schwäb. Albverein e.V.

Ortsgruppe Ludwigsburg
Peter Mugele

 

Telefon: 07141 - 925152
Goethestraße 6
71638 Ludwigsburg 

mugele-ludwigsburg@t-online.de

Winterwanderung auf dem Sommerberg

allerdings lässt der Winter noch auf sich warten!

Die große Wandergruppe ist per Bahn nach Pforzheim gekommen. Umsteigen! Dann geht es mit der Stadtbahn hinein ins Enztal das seinen Namen einem guten Teil des Schwarzwaldes gibt. Ein enges Tal, mit hohen Waldhängen, grünen Wiesenflächen und schönen Ortschaften und wo in Poppeltal am Ende des Tals die Enz entspringt. Ihr Wasser fließt entlang des Naturschutzgebiets Wild-und Hohlohsee, über Enzklösterle, Bad Wildbad, Pforzheim und letztlich in Besigheim in den Neckar. Bad Wildbad, schöner und bekannter Kurort, ist erreicht und man hat sofort Anschluss zur Sommerbergbahn, welche 1908 erbaut und 2011 komplett saniert wurde. Sie ist Europas höchste Standseilbahn. Mit 20-53% Steigung geht es hinauf zum 730m hohen Sommerberg. Wer wird den Berg schon zu Fuß erklimmen, ist doch die Bahn ein besonders attraktives Erlebnis! Oben hat man auf einer Aussichtskanzel einen herrlichen Blick hinab in die Kurstadt und die benachbarten Höhen des Schwarzwaldes. Dort auch begrüßen die Wanderführer Thomas Bucic und Ingrid Ollig die Wanderfreunde. Erfreulich, dass heute viele Gäste teilnehmen und es ist zu hoffen, dass diese auch weiterhin am Angebot des Schwäb. Albvereins Interesse zeigen. Insgesamt 235 km gut ausgeschilderte Wanderwege machen den Sommerberg zu einem beliebten Ausflugsziel. Sechs spezielle Sommerberg-Rundwege werden vom Forst gepflegt. Auf einem dieser Wege sind wir dann unterwegs. Zunächst an Ski-Hütten und Skilift-Anlagen vorbei zum "Emmaweg", zur "Saustall-Hütte" und immer unbemerkt leicht aufwärts zur 780m hohen "Fünf Bäume-Hütte". Sonnen sich da auf einer Wiese am Waldrand nicht Personen auf Liegestühlen? Natürlich, ist es ja fast frühlingshaft warmes Wetter. Die Wege sind gut zu begehen und wir sind dann auf dem fast schnurgeraden "Kohlweg" unterwegs. Auch weit auseinandergezogen die Wanderfreunde, Im Sommer hohes, jetzt zusammengefallenes welkes Farnkraut säumt den Weg. Grob hingeworfene große Sandsteinfelsen, geborstenes Wurzelwerk und Geäst liegt auf zerwühltem feuchtem Erdreich. Waren da riesige Waldmaschinen oder teilweise Wildschweine am Werk? Der im Jahr 2000 durch Sturm zerstörte, von Generationen zuvor gepflegt Wald, ist wieder gut aufgewachsen und dichte grüne Oase. Nach einer nötigen Ausforstung entsteht da sicher wieder schöner Baumbestand. Aber das braucht Zeit!  Es ist ein schönes fast frühlingshaftes Wandern. In frischer Luft kann man richtig durchatmen. Man braucht viel Fantasie sich hier eine tiefverschneite Waldlandschaft vorzustellen und lädt ein zu solch einer Zeit den Weg nochmals zu gehen. Wir machen Rast bei der "Lehenbrückle-Hütte". ( 820m ). Später sind wir dann auf dem "Rotfußenweg" und Drescherweg" immer im Tannenwald unterwegs. Dann öffnet sich der Blick hinaus in eine weite am Hang gelegene Waldwiesenfläche. Die "Grünhütte", 835m, unser Halbtagesziel ist erreicht. Gelegenheit zu Brotzeit und Getränk ist gegeben. Probiert jemand von uns den für die Grünhütte bekannten Heidelbeerwein, Heidelbeerkuchen oder Heidelbeerpfannkuchen? Eine Menge  Ausflügler nimmt diesen Gaumenschmaus auf jeden Fall wahr. Zur anberaumten Zeit geht es dann durch das weite Freizeitgelände mit vielen Sitzbänken, Feuerstellen und Spielmöglichkeiten auf den Rückweg. Dem "Alten Grünhütten Weg" entlang, durch den "Langen Wald", immer leicht abfallend, kommt die "Stürmlesloch-Hütte" in Sicht und dann wieder die "Fünf Bäume-Hütte".  Auf dem "Auchhalder Kopf-Fußweg" kommt man zum Aussichtspunkt "Heermanns-Hütte". Dort ist auch eine Downhill-Abfahrtsstrecke. Wagemutig stürzen sich die jungen Mountainbiker, Jungs wie Mädels, rasend schnell auf engster kurvenreicher holpriger Strecke zu Tal. Kein Sport, das ist Nervenkitzel pur! Dann sind wir wieder bei der Sommerberg-Bahn. Nach einem schönen Wandertag lädt eine Steinskulpturen-Ausstellung noch zur Besichtigung ein. Dann ruhen wir uns im Aufenthaltsraum  der Bahn bis zur Talfahrt aus. Schnell geht es  bergab, sind in der Stadt, wo ganz in der Nähe auch unsere Schlußeinkehr ist. Im mächtigen Kellergewölbe aus Sandstein im "Wildbader Hof" fühlen wir uns wohl und sind höchst zufrieden mit Speis und Trank, danken den Wanderführern für den wunderschönen Wandertag den Sie für uns ausgesucht und geboten haben. Es ist Zeit zur Heimkehr.Eine Schneewanderung in dieser Gegend und zur entsprechenden Zeit wäre natürlich schön, denn der Winter kommt bestimmt noch. Schaun wir mal!

Bericht und Bilder: Wolfgang Staudenmayer
Weitere Bilder (ab Sommerbergbahn) Hans Stöhr