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Schwäb. Albverein e.V.

Ortsgruppe Ludwigsburg
Peter Mugele

 

Telefon: 07141 - 925152
Goethestraße 6
71638 Ludwigsburg 

mugele-ludwigsburg@t-online.de

 

" Auf der schönen Ostalb "

Es war ein wunderschöner Wandertag und auf der Schwäb.Alb immer erlebnisreich !

Wald, Wiesen, schöne naturbelassene Wege, Blumen am Weg, nebenher Waldhimbeer pflücken, von Aussichtstürmen weiter Blick ins Land hinaus, gute Einkehr in bewirtschafteten Hütten des Albvereins. Die kleine Wandergruppe war begeistert und hat die steilen atemraubenden Aufstiege überstanden, aber nicht vergessen. Deshalb gleich zu Beginn ein herzliches Danke dem Wanderführer Achim Schröter, welcher uns durch den Tag ruhig und besonnen begleitete und Dieter Mosdzien der sich krank gemeldet hatte, bestens vertreten hat.

Von "Unterkochen" aus, das von hohen bewaldeten Bergen umgeben ist und in einem der schönsten  Bereiche der Ostalb  liegt, ist man aufgebrochen. Während im Tal bei Unterkochen der Schwarze-und Weiße Kocher zum Fluß wird, steigen wir steil die "Essinger Steige" hinauf, entlang von Strauch-und Wurzelwek, Buchenrestholz, Waldhimbeerstauden mit wunderbar schmeckenden Beeren und umgebenden hohem Buchenwald. Erstes Ziel des Tages ist der auf 681m liegende Aussichtsturm "Aalbäumle", der Hausberg von Aalen. Der Atem geht schwer und trotz des nicht zu warmen Wetters und kühlender Waldluft ist man am schwitzen und deshalb überrascht und froh, daß nahe dem Aussichtsturm eine bewirtschaftete Hütte steht. Wir haben genügend Zeit den Durst zu löschen, zu vespern, auszuruhen und den Turm zu besteigen. Mit vier mächtigen Holzstämmen aus einem Stück, mit Metallverstrebungen und eisernen Treppen, ist er aufgerichtet. Die Aussicht geht hinab zur breit im Tale leigenden Stadt Aalen. Wir schauen weit ins Rems- und Kochertal hinein, hinüber zu den Ellwanger Bergen und Heidenheimer Albwäldern.

Ausgeruht machen wir uns auf den Weiterweg. Im Wald hinab, auch steil, vorbei am Kuckuckstein, zum "Wolfertstal", einem grünen Wiesenhochtal. An großem Holzplatz, Buchenholzduft steigt in die Nase, haben wir das Wanderzeichen "Rotes Dreieck" aus den Augen verloren. Aber Achim führt uns auf schmalem Wiesensteig vollends zur Talsohle, 526 m, um, wir habens schon im Blick, uns wieder steil, schnurgerade, sonnenbeschienen, später dann im Wald, zum nächsten Ziel, dem "Volkmarsberg" auf 743 m, zu führen. Im Wald sind die Pfade eng und die Gruppe wird zum langen bunten Tatzelwurm. Aus dem Wald kommend ist es nicht mehr weit bis zur breiten runden Kuppe des Volkmarsbergs. Auch hier betreibt der Schwäb. Albverein eine bewirtschaftete Hütte. Dort ist dann heute in freier Natur, einmal anders als sonst, gemütliche Schlußeinkehr. Wir haben genügend Zeit uns zu erholen und die Umgebung zu erkunden.. Da ist einmal der mächtige Aussichtsturm welcher 1930 erbaut wurde.Ich erinnere mich an eine Winterwanderung wo das Eisengestänge am Turmausblick mit wunderbar vom Wind geformten Eiskristallen verziert und die umgebende Wacholderheide märchehaft dick verschneit war. Heute aber ist es sonnig warm und macht Lust unter weitverzweigten schattenspendenden Buchenbäumen auszuruhen.

Trotz vieler anwesender Naturfreunde, Radler, Familien mit Kindern, ist abseits,  erholsame Stille auf der breiten Hochfläche. Zur entsprechenden Zeit müssen wir aufbrechen. Gemütlich geht es über die Wacholderheide und Wiesen. Die knorrigen, mächtigen Buchenbäume am Weg werden wohl weit über 100 Jahre alt sein. und schon beim Bau des Aussichtsturms gestanden haben. Jeder nimmt noch einmal die naturgeschütze Landschaft in sich auf.  Dann geht es im Wald auf schmalen Pfaden im zick zack abwärts. Nochmals müssen die Wanderer aufmerksam den Weg gehen. Weit unten ist dann der Blick frei nach "Oberkochen". Groß das Areal der Firma Zeiss, weit ausgebreitet der Wohnort. Wir kommen zum Bahnhof, natürlich wie immer gerade entgegengesetzt vom Abstieg, doch da alle Bahnanschlüsse wunderbar aufeinander abgestimmt sind, kommen wir wohlbehalten in Ludwigsburg an. Unkenrufe, es gäbe Regen und Unwetter, sind nicht eingetroffen. Danke für den schönen Wandertag und ein weiterer Besuch auf der Schwäb. Alb wäre wünschenswert, wenn man auch etwas früher aus den Federn muß. Es lohnt sich ! 

Bericht und Bilder: W.Staudenmayer