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Schwäb. Albverein e.V.

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Peter Mugele

 

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Wanderung im Schozachtal

Am Lauffener Bahnhof begann die Wanderung mit Erika und Peter Rosenow. Blühende Rosenbäumchen am Bahnhofsvorplatz leuchteten uns als Willkommen entgegen, die Sonne schien und wir freuten uns auf einen schönen Wandertag. Zunächst ging es durch das Städtchen und zur alten Neckarbrücke. Hier bot sich ein herrlicher Anblick: Vor uns der Fluss und darüber auf einem Bergsporn der imposante Bau der Grafenburg, weiter drüben die nicht minder eindrucksvolle Regiswindiskirche – einfach schön! Viele Fotoapparate wurden gezückt, um dieses romantische Motiv festzuhalten.

Weiter ging es am Neckar entlang, große Felder mit jungen Stachelbeer- und Johannisbeerbäumchen zeigten uns, dass die Lauffener Region für ihr mildes Klima bekannt ist, in dem vor allem Obst und die berühmten Frühkartoffeln gedeihen. Ganz allmählich führte der Weg nun bergauf und schöne Ausblicke öffneten sich – nur die Dampfschwaden des Kernkraftwerks Neckarwestheim störten ein wenig.

Bald erreichten wir die „villa rustica“, die Reste eines römischen Gutshofes, die 1977 zufällig entdeckt worden waren. Hier legten wir eine kleine Pause ein, genossen den Blick hinab ins Neckartal und zum Heuchelberg, wie es wohl auch einst die alten Römer getan haben. Ringsum blühten Holunderbüsche und Heckenrosen – ein intensiver Frühlingsduft lag in der Luft. Man wollte gar nicht mehr weg von diesem schönen Fleckchen, aber schließlich mussten wir doch aufbrechen und stiegen weiter hinauf auf die Höhe, wo die Ausblicke nun immer prachtvoller wurden. Von weitem schon erblicken wir ein weiteres highlight des Tages: den Lauffener Landturm, ein Überbleibsel der Befestigungsanlage des sog. „württembergischen Landgrabens“. Hier am Reiterhof fand gerade ein Turnier statt und wir schlängelten uns zwischen den zahlreichen Vierbeinern mit ihren stolzen Reitern hindurch und durch die Duftschwaden, die diesmal nicht von Blütenhecken sondern von diversen Pferdeäpfelhaufen ausgingen, aber das war ja auch alles Natur!

Und schon ging es wieder bergab in das nächste Flusstal: ein uriges, verwachsenes Wegle führte hinab ins Schozachtal. Der Wanderweg verlief am Flüsschen entlang auf der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke. Auch viele Radfahrer genossen die Schönheit des Tales und man musste ordentlich aufpassen, um nicht gerammt zu werden. Am alten Bahnhöfle von Schozach bogen wir ab und stiegen schwitzend steil hinauf in den Ort. Uff! Noch eine Strecke durch Weinberge, dann in den Wald und hinüber zur Domäne Hohrainhof, einem großen staatlichen Gutshof. Jetzt war das meiste geschafft: noch durch Streuobstwiesen und ein Stück bergab im Wald zum Gasthaus „zum Krügle“ in Flein, wo wir auf der Terrasse saßen und ganz entspannt den Sonnenschein genießen konnten bei einem Viertele vom guten Fleiner und einem leckeren Pfannenbrätle. Ein abwechslungsreicher Wandertag ging zu Ende, der alles geboten hatte: Flusstäler und Hügel mit Aussicht, Kultur und Natur, Blütenduft und Weinbouquet, was will ein Wandererherz mehr! Vielen Dank, liebe Erika und Peter Rosenow, dass Ihr uns diesen schönen Tag ermöglicht habt.

Text: Christa Mugele
Fotos: Horst Weller