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Rückblick auf die Wanderung „Durch die Hägelesklinge“ vom 02.08.2015

 

Der Schwäbische Wald ist berühmt für seine zahlreichen Felsenklingen und Schluchten. Und so wollten 30 Teilnehmer diese schöne Gegend zusammen mit den Wanderführern Günter König und Ursula Bleil erkunden. Mit Bahn und Bus ging es zum Ausgangspunkt in Mönchhof. Das Wetter war herrlich, blauer Himmel, Sonnenschein – es würde heiß werden, das war schon morgens klar.

Von Mönchhof hatten wir einen schönen Blick hinüber nach Kaisersbach, wo wir am Nachmittag einkehren wollten. Weiße Zelte beim Schullandheim zeugten davon, dass hier eine Jugendgruppe gerade Ferien machte. Wir wanderten gemütlich und schattig durch den Wald bis zum romantisch gelegenen Spielplatz „Im Täle“, wo wir eine kleine Apfelpause machten. Bald darauf begann auch schon der Aufstieg zum Höhepunkt des Tages, der bekannten Klinge. Sie hat ihren Namen nach Johannes Hägele bekommen, der sich hier in dem ausgedehnten Waldgebiet einst vor einer Militärstrafe versteckte. Mächtige Sandsteinblöcke türmten sich übereinander mit tiefen Rinnen dazwischen, ein herrlicher Anblick für jeden Naturliebhaber. Hier entspringt auch die Blinde Rot, die jedoch durch die mehrwöchige Trockenheit keinerlei Wasser führte. Schade, dass dieses Naturdenkmal so rasch durchschritten war. In der schattigen Kühle wären wir gerne noch länger gewandert.

Nun ging’s weiter in Richtung Ebersberger Mühle, an der wir aber nicht direkt vorbeikamen. Zur Mittagsrast lagerten wir auf der Wiese eines Freizeitheims des evangelischen Jugendwerks. Ein Kletterturm war auch vorhanden, aber aus dem Alter sind wir ja leider raus … Außerdem war’s auch verboten! Der Weg führte weiter Richtung Menzlesmühle durch ein Naturschutzgebiet. Am Wegesrand freuten wir uns über den üppig blühenden Blutweiderich, ein rot-violettes Farbenmeer wogte auf den feuchten Wiesen. Im Wald war das weißblühende Hexenkraut zu finden, dem im Mittelalter magische Kräfte zugeschrieben wurden.

Am Schluss der Wanderung noch eine kleine Herausforderung: ein im wahrsten Sinne des Wortes heißer Aufstieg nach Kaisersbach. Wir stöhnten und schwitzten, aber bei der Einkehr im Gasthof „zur Krone“ wurden wir zum Ausgleich richtig verwöhnt. Es gab zum Hauptgericht noch eine Flädlessuppe vorneweg und ein leckeres Salatbüffet. „Ihr müsset obedingt dr Kartoffelsalat versuche, der isch Weltklasse“, berichteten diejenigen, die schon an der Salatbar gewesen waren. Tatsächlich, er war einfach spitze, das mussten wir schwäbischen Hausfrauen neidlos anerkennen!

Hans Stöhr bedankte sich bei Günter und Ursula für die gelungene Wanderung. Die Idee dazu stammte übrigens von Ursula, die eine Anregung aus einer Fernsehsendung zusammen mit Günter in die Tat umsetzte. Vielen Dank für diesen schönen Sonntag.

Text: Christa Mugele