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Startseite > Rückblicke 2015 > 06.09.2015 Solitude-Bärenschlössle

Wanderung zum Schloss Solitude und über die Bärenseen nach Heslach

am 6. September 2015

                                           

Am Bahnhof Ludwigsburg trafen sich 23 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde mit den beiden Wanderführern Anton Ludl und Hans Stöhr. Letzterer hatte die Tour vorbereitet anstelle derjenigen von Toni zum Schloss Baldern, die wegen ungünstiger öffentlicher Verbindungen schlecht durchzuführen ist. Bei der Begrüßung bot er an, die Tour bei Interesse mit einem bestellten Bus nachzuholen. Mein persönliches Interesse ist groß, zumal eines meiner Wunschziele – der Ipf – ganz in der Nähe liegt. Mal sehen, ob was daraus wird.

Mit S-Bahn und Bus fuhren wir bis nah ans Schloss Solitude, wo wir mit wenigen Schritten das Aussichtsplateau erreichten und mit einem herrlichen Blick nach Norden in Richtung Ludwigsburg belohnt wurden. Anton und Hans erzählten ein bisschen vom Schloss und seinem Zweck, den es im 18. JH nur etwa 10 Jahre lang erfüllt hat. Dann fand es der Feudalherr Herzog Karl Eugen nicht mehr wichtig.

Wir wanderten weiter an den ebenfalls Mitte des 18. JH angelegten Wildgehegen entlang und bekamen Wildschweine in diversen Größen zu sehen.

Auch ein prächtiger Rothirsch mit 12 Geweihenden zeigte sich uns stolz.

Hier entspringt die Glems, uns Ludwigsburgern wohlbekannt, die bei Unterriexingen in die Enz mündet. Es ging durch lichte Mischwälder zur „Saufanghütte“, wo Apfelpause angesagt war. Weiter wanderten wir auch mal über freie Wiesen, die nach dem extrem heißen Wetter jetzt nach ergiebigem Regen wieder saftig grün waren.

Am Bärenschlösschen war viel los, die Städter nutzten den Sonntag für einen Ausflug. Die halbstündige Pause wurde genossen und ich hatte meinen Spaß an den frechen Vögeln, die bei den Tischen und Bänken schier bis auf die Teller hüpften. Spatzen hatte ich so schon oft erlebt, aber hier waren es mindestens genau so viele Meisen. Wir brachen auf weiter in Richtung Heslach, vorbei an den Bärenseen, die ursprünglich für die Stuttgarter Wasserversorgung  angelegt worden sind. Am Heslacher Wasserfall, der auch zum System gehörte, hielten wir an und einige stiegen feste Steintreppen hinunter bis zu richtig sprudelndem Wasser. Dieses Glemswasser wurde seinerzeit zur Anreicherung des städtischen Nesenbaches im Pfaffenwald umgeleitet. Von hier aus war das Waldheim schnell erreicht, ein schöner weitläufiger Stuttgarter Ausflugsort für Kind und Kegel. Für den Aufenthalt im Freien war es nicht warm genug, es waren aber Plätze in der Gastwirtschaft reserviert und jeder fand aus dem reichen Angebot der Küche sein Wunschessen. Etwas Besonderes sind hier die Maultaschen in gewohnten und auch außergewöhnlichen Variationen. Die Organisation von Bestellen und Abholen klappte reibungslos. Als aufgegessen war und im Wanderbuch die Unterschriften geleistet waren, konnten wir uns aufmachen, das letzte Stück der Wanderung zu bewältigen.

Mit Straßenbahn und U- und S-Bahn ging’s heim und das „Timing“ der Anschlüsse klappte wie ein Uhrwerk. Zu einem Dankeschön für die Wanderführer kam es im Gedränge nicht. Auf dem Bahnhof in Ludwigsburg konnte ich nur schnell beiden versichern, dass sie wie immer ihre Sache gut gemacht hätten und uns zu einem wunderschönen und abwechslungsreichen Tag mit vielen neuen Eindrücken verholfen hatten.

Gisela Seltmann

Fotos von Hans Stöhr und Gisela Seltmann