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Startseite > Rückblicke 2015 > 07.06.2015 Schweinbachtal-Hirsau

Wanderung am 07.06.2015 “Durch das Schweinbachtal“:

Strecke: Hirsau – Schweinbachtal – Felsenmeer – Hirsau

Führung: Günter König und Ursula Bleil. Streckenlänge: 12 km. Wanderteilnehmer: 24 Personen.

 Wir starteten um 08:29 ab Bahnhof Ludwigsburg mit Umstieg in Mühlacker nach Pforzheim. Von dort aus ging es mit der Kulturbahn weiter nach Hirsau, wo wir um ca. 09:45 Uhr eintrafen. Vom Bahnhof, vorbei am Kloster Hirsau ging es in das Schweinbachtal, wo unsere Wanderung, bei herrlichem Wetter um ca. 10:00 Uhr startete. Nun ging es entlang des rauschenden Schweinbachs,vorbei an einem Brunnen und einer Gedenktafel für den königlichen Oberförster, der von 1870 bis 1889 in Hirsau lebte.

 Zahlreiche hölzerne Brücken führen über den Bach mit seinen vielen "Stromschnellen". Das Schweinbachtal kann man auch als Schlucht bezeichnen, die durch Mischwald und teils steile Felswände führt. Am Ende dieses romantischen Anstiegs gelangten wir an eine alte steinerne Brücke, die wegen ihrer Baufälligkeit gesperrt war. Über Steine im Bach gelangten wir trotzdem unbeschadet auf die andere Seite.

Unser Weg führte uns weiter auf schmalen Fußwegen wildromantisch vorbei an Mammutbäumen und Lärchen durch das Felsenmeer nach Oberkollbach. Bei den herrschenden warmen Temperaturen wurde kurz entschlossen der Abzweig zur Bruderhöhle für eine spätere Wanderung ausgesetzt, und es ging als Rundweg zurück nach Hirsau zur Schlusseinkehr. Im Gasthof  “Im Löwen“ wurden wir um 14:50 Uhr schon mit den vorbestellten Essen erwartet, und so hatten einige Mitwanderer nach dem Essen noch die Gelegenheit das Kloster Hirsau im Schnelldurchgang zu besichtigen und den Skulpturenweg zu bestaunen:

Kloster Hirsau: Es war ein Benediktinerkloster und zeitweise eines der bedeutendsten Klöster Deutschlands. Im späten 11. Jahrhundert war das Kloster St. Peter und Paul das baulich größte im deutschsprachigen Raum. Von hier gingen eine Reihe von Klostergründungen aus. Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges bei der Belagerung durch französische Truppen unter General Mélac brannte die Anlage 1692 aus und verfiel dann. Erhalten blieben nur die spätgotische Marienkapelle und der 37 m hohe romanische Eulenturm. Heute sind in den Nebengebäuden Abteilungen der Gemeindeverwaltung und des Finanzamtes Calw untergebracht.

Skulpturenweg: Auf der neuen Brücke in der Nähe des Klosters Hirsau künden die Brückenfiguren “Die drei Zeitzeugen“, geschaffen im Jahr 2004 von Peter Lenk (geb. 1947 in Nürnberg, Bildhauer satirischer Skulpturen), von einer wechselvollen Geschichte:

1) Mönchsfigur in Erinnerung an Abt Wilhelm von Hirsau (1030-1091) mit kleinen Mönchen auf dem Arm: Asket, Gründer und Erbauer des Hirsauer Klosters St. Peter und Paul, Erneuerer und Bewahrer klösterlicher Selbständigkeit.

2) General Mélac (1630-1704) gebückt, in der Hand eine Fackel zum Anzünden des Klosters: Zerstörer und Brandstifter aus der Zeit Ludwig XIV. Bis ins 20. Jahrhundert war es in der Pfalz und in Baden nicht ungewöhnlich, Haushunde Mélag oder Mellag zu nennen.

3) Rockerbraut (auf einem Brückenkopf mit dem Motorrad zum Himmel gerichtet): Interessiert sich nach Aussage von Peter Lenk weniger für Kirchengeschichte und startet unbekleidet durch zu ihrer eigenen Himmelfahrt, frei nach der Leonorenballade von Gottfried August Bürger (1747-1794): "…und hurre, hurre, hopp, hopp, hopp gehts fort im sausenden Galopp, dass Pferd und Reiter schnoben und Kies und Funken stoben...".

Zum Abschluss dankte Hans Stöhr den Wanderführern für die schöne, romantische Schwarzwald-Wanderung. Um 16:39 Uhr fuhr unser Zug von Hirsau wieder zurück nach Ludwigsburg, das wir um ca. 18:00 Uhr wohlbehalten erreichten.

Vielen Dank nochmal an die Wanderführer und die angenehme Wandergruppe.

Text: Horst Rossel

Fotos: Hans Stöhr