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Startseite > Rückblicke 2015 > 08.11.2015 Güglingen-Ochsenbach

Wieder unterwegs im Stromberg

Eine stattliche Anzahl Wanderfreunde, geführt von Thomas Bucic und Ingrid Ollig, sind am 8.November 2015 von Güglingen im Zabergäu nach Eibensbach, hinein in die Wälder des Strombergs, hinauf zur Burgruine Blankenhorn, zum Wolfstein und über Weinberge hinüber nach Ochsenbach gewandert.

Während fünf Kunstwerke staunen, wieviel Wanderer aus dem Bus aussteigen, begrüßte Thomas alle und gab einen Überblick des Tagesablaufs. Er wies auf die schönen und alten Bau- und zahlreichen Kunstwerke im Ort hin, wie auch auf die römischen Ausgrabungen und das Römer-Museum. Also eine Stadt, die wert ist, besucht zu werden. Weit geht der Weg dann durchs Zabertal, vorbei an Eibensbach und dann hinein in herbstlichen Wald. Bald ist nur noch das Rascheln des dichtliegenden Laubwerks zu hören. Dann geht es steil aufwärts zur Ruine Blankenhorn. Auf Höhe gekommen steht man plötzlich vor der 18 Meter hohen staufischen Schildmauer aus Sandstein-Buckelquadern. Die Höhenburg wurde vermutlich um 1220/30 von den Herren Neuffen erbaut, lag am Rennweg, einem damals alten Höhenweg, wo das Recht auf Geleit gewährt und auch als Kontrollstelle genutzt wurde. Nach dem steilen Aufstieg war eine Rast im weiten offenen Burghof, mit Grillstelle und überdachten Tischen und Bänken, nötig. Der Blick geht immer wieder zu der riesigen Schildmauer hinüber an der die ehemals vier Stockwerke durch tiefe Balkenlöcher und Kragsteine die Höhe der Wohnräume erkennen lassen und sichtbar sind. Romanisches Fensterwerk ist erhalten. Dick die Steinmauern.

Ausgeruht gehen wir dann durch das Eingangsportal der Burg im Strombergwald weiter. Wir sind auf dem alten Rennweg, jetzt der HW 10, bei sonnigem Wetter im herbstlichen Wald unterwegs. Dick das Laubwerk, Unterhaltung wird vom Rascheln des dürren Laubwerks übertönt. Vorbei an der in der Nähe liegenden Pfeifferhütte, welch man von schönen Silvesterwanderungen her kennt, kommen wir im Gebiet des Pfefferwaldes zum Denkmal Wolfstein. Der Sandstein ist mit einem Wolfskopf mit hängender Zunge und einer Gedenkschrift versehen. 1847 war hier der letzte Wolf in Württemberg erschossen worden, nachdem er im Jahr 50 Schafe gerissen hatte. Muß die Geschichte des Wolfs neu geschrieben werden, da der Wolf bei uns wieder heimisch wird? Wir erreichen später das Waldende bei Spielberg, das tief unten im Kirbachtal liegt. Wir kommen in sonnenüberflutete Weinbergflächen. Leuchtendes Gelb, soweit das Auge reicht. Wunderbar. Schön auch am Waldrand entlang hoch über den Weinbergen auf schmalem Panoramaweg zu gehen und die Farbenpracht der Umgebung zu genießen. Wunderbar und was für ein Glück nach feucht nebligen Tagen solch schönes sonnig warmens Wetter zu haben. Ochsenbach kommt in Sicht.Sind im Tal angekommen, dabei nochmals ein schöner Blick hinauf zu bunten Rebflächen und dann übergehen in aufgelassene Weinberge, wo nur noch graue Mauern und Strauchwerk die herbstlich geschmückten Hänge stützen. Am Ortseingang von Ochsenbach liegt der Friedhof und dort ein imposantes Naturdenkmal besonderer Art, ein mächtiger Mammutbaum, mit tiefhängenden Ästen, dicker Rinde und weitem Umfang. Toll.

Dann geht es vollends schnell zur Schlußeinkehr, zum Landgasthof Stromberg. Im tiefen Weinkeller ist der Tisch gedeckt für Speis und Trank. Überraschend ist Christa und Vorstand Peter Mugele zu uns gekommen. Peter nimmt die Gelegenheit wahr, die Wanderfreunde auf das Fortbestehen der Ortgruppe ab 2016 eindrücklich hinzuweisen. Ja, denn interessierte Männer und auch Frauen sind für freiwerdende Aufgaben in der Ortsgruppe wirklich von Nöten!

Zu gegebener Zeit müssen wir dann das wirklich gastliche Haus verlassen und zur Heimfahrt aufbrechen. Zuvor wird aber den Wanderführerern Thomas und Ingrid herzlicher Dank gesagt für den wunderschönen Wandertag, den sie für uns ausgedacht hatten. Der Strohmer-Bus bringt uns dann durch abendliche Landschaft - am Horizont ist bereits des Farbenspiel des Sonnenuntergangs sichtbar - nach Bietigheim und die Bahn nach Ludwigsburg zurück.

Text und Bilder: Wolfgang Staudenmayer