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Startseite > Rückblicke 2015 > 18.01.2015 - Vom Bauerndorf zur Industriestadt

Albverein Ludwigsburg besucht stadtgeschichtliche Sammlung in Kornwestheim

 Wandern und Kultur – unter diesem Motto führte eine Winterwanderung der Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäbischen Albvereins nach Kornwestheim in das Museum des Vereins für Geschichte und Heimatpflege. Bei kaltem nebligem Wetter wanderte die Gruppe vom Bahnhof Ludwigsburg über die Karlshöhe nach Kornwestheim, wo sie von Museumsführer Herrmann Wagner zu einer Besichtigung empfangen wurde.

Zahlreiche Exponate waren zu bestaunen, die veranschaulichen, wie Kornwestheim sich vom Bauerndorf zur Industriestadt entwickelte. Zu Beginn zeigte Herr Wagner das Skelett einer jungen Frau, die vor 7000 Jahren in einem Hockergrab bestattet worden war und Teilstücke von steinernen Wasserleitungen aus römischer Zeit und aus dem Mittelalter. Gelbe Flecken an den Steinen zeigen, dass es in der Tiefe unter der Stadt schwefelhaltige Quellen geben muss. Dank des fruchtbaren Lößbodens war Kornwestheim schon immer ein wohlhabendes Bauerndorf mit stolzen Einwohnern.

Eine Abteilung  im Museum ist dem großen Erfinder und Pfarrer Philipp Matthäus Hahn gewidmet, dem Erfinder von exakten Waagen, Sonnenuhren und einer gangbaren Rechenmaschine, die wie alle Gegenstände der Ausstellung ausprobiert und angefasst werden darf. Herrmann Wagner spricht vom „begreifbaren Museum“. Untrennbar mit Kornwestheim verbunden ist der Name Salamander, ursprünglich eigentlich der Produktname für eine Schuhwichse. Jakob Sigle und Max Levi begründeten Ende des 19. Jahrhunderts eine Schuhfabrik, die zum größten Arbeitgeber der Stadt wurde. Alte Maschinen, unzählige Schuhe, Taschen und Koffer zeugen von der großen Zeit der Firma. Und wer erinnert sich nicht aus seiner Kinderzeit an Lurchihefte, das Kinderkarussell im Schuhladen und das Röntgengerät zum Vermessen der Schuhgröße?

Zu jedem Ausstellungsstück wusste Herrmann Wagner kenntnisreich und humorvoll eine kleine Geschichte zu erzählen, so dass der Gang durch das Museum ein kurzweiliges Erlebnis wurde. Die Teilnehmer dankten ihm sehr herzlich für zwei spannende Stunden und machten sich dann bei herrlichem Sonnenschein auf zum zweiten Teil der Wanderung zurück nach Ludwigsburg.

Bericht: Christa Mugele