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Startseite > Rückblicke 2015 > 22.11.2015 Murrhardter Ausblicke
Rückblick auf die Wanderung vom 22.11.2015

„Murrhardter Ausblicke“

 

Als die Teilnehmer am Bahnhof eintrafen ging gerade ein Schneeschauer nieder, alles war grau und das Thermometer zeigte kaum über null Grad. Das würde wohl ein recht nasskalter Wandertag werden. „Wenn’s wenigschtens von oba trocka bleibt!“ So hofften wir einstweilen.

Mit unseren Wanderführern Günter König und Ursula Bleil fuhren wir mit der Bahn nach Murrhardt. Die Wälder auf den Höhen um das Städtchen waren weiß überpudert, ein wunderschöner Anblick. „Wenn jetzt noch d’Sonna scheina dät!“ … Wir wanderten hinüber zur Rümelinsmühle, einem stattlichen Fachwerkbau, der noch in Betrieb ist, teilweise sogar mit Wasserkraft. Im Mühlenbach stand gerade ein Reiher und wartete auf Beute, machte sich aber bei unserem Anblick rasch davon. Günter machte uns auf die Franck’sche Villa aufmerksam, die in Halbhöhenlage über Murrhardt thront und einst die Sommerresidenz der bekannten Fabrikantenfamilie aus Ludwigsburg war. Heute ist sie ein Kulturveranstaltungsort

Auf dem Eselsweg ging es nun steil bergauf, denn wir wollten ja Ausblicke auf Murrhardt genießen. Bald war es soweit. Nach vielen Stäffelen eröffneten sich immer wieder schöne Aussichtsblicke hinab ins Tal, zur Villa Franck und zur hochgelegenen Ortschaft Siegelsberg, die in den ersten Sonnenstrahlen des Tages weiß erstrahlte. So ein Winterwetter ist doch auch was Herrliches, die Luft so frisch und sauber und dazu ein bisschen Schnee und Sonne, was will man mehr im November!

Nun bogen wir ab auf den Limesweg, der mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet ist. Auch hier ging es wieder steil hinauf, der Weg war ein bisschen rutschig durch den Regen der letzten Tage und die dicke Blätterschicht, aber wir schafften es alle ganz souverän mit und ohne Stöcke. Reste eines alten Limes-Wachturms waren zu sehen, allerdings nicht mehr im Original sondern in den 60-er Jahren wieder aufgebaut. Hier lag noch mehr Schnee auf den Zweigen der Fichten, so dass wir uns schon ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzt fühlten.

Alle durften mal verschnaufen und einen Schluck heißen Tee trinken, dann ging es weiter hinauf auf das Hochplateau des Lintner und zur gleichnamigen Unterstandshütte, wo wir Vesper machten. Im Sommer herrscht hier sicher viel Betrieb, denn es gibt einen großen Spielplatz und Grillmöglichkeiten. Günter erzählte uns die Sage von den beiden Riesen, die sich über das Tal hinweg mit Felsblöcken bewarfen und so das „Felsenmeer“ schufen. Ach ja, die Sonne war richtig herausgekommen und wir freuten uns riesig darüber. Günter bekam ein Dankeschön für die tolle Wetterbestellung und vor lauter Begeisterung wurde er zum „Sonnenkönig von Bissingen“ ernannt!

Leider ging es nun schon wieder abwärts bis zur Felswand der Teufelsmauer und noch weiter hinab – immer im Sonnenschein – zur Murrhardter Almsiedlung und über den Hunnenbergweg hinein nach Fornsbach zum Gasthaus Krone, wo wir mit schwäbischem Essen und Trinken gut versorgt wurden. Hans Stöhr bedankte sich im Namen der Teilnehmer bei Ursula und Günter für diese herrliche Winterwanderung.

Text: Christa Mugele

Fotos: Gerda Potzel