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Startseite > Rückblicke 2015 > 25.05.2015 Stuttgarter Weinwanderweg
Stuttgarter Weinwanderweg

Im Wanderprogramm der Ortsgruppe Ludwigsburg ist der  Stuttgarter  Weinwanderweg  von Obertürkheim - Uhlbach -  Rotenberg - nach Untertürkheim für den 25.Mai d.J. vermerkt. Die Wanderführer Dieter Mosdzien und Achim Schröter hatten den Tag vorbereitet.

Von Obertürkheim ging es gleich in der Stadt bergauf, zum auf halber Höhe liegenden alten Ortskern mit teilweise schön geschmückten Fachwerkhäusern. Dann weiter bergan zur hochstehenden Petruskirche, welche man eventuell hätte besichtigen  können, denn diese wurde 1285 im romanischen Stil erbaut und 1484 gotisch umgebaut. Die Stadt selbst ist erstmals 1251 geschichtlich erwähnt und liegt am rechten Neckarufer inmitten weiten Industrieflächen. Viele Obertürkheimer Familien betreiben heute noch Weinbau und eigene gemütliche Besawirtschäftla. In der Nähe auch der Ailenberg auf dem 1575 der 

Melacturm  erbaut worden ist und bereits zu den Wehranlagen zur naheliegen Stadt Esslingen gehörte.  Dort soll heute noch der sogenannte  Schlurger  sein Unwesen treiben indem er durch die Weinberge schlurgt und Menschen  erschreckt. Weiter hinauf machen die Wanderer an Aussichtspunkten gerne Halt um einen Blick in das umliegende. grüne, hügelige und weite Weinbaugebiet zu werfen. Der Spruch „Oh, wie tut mir das Herz so weh, wenn ich im Glas den Boden seh“ hebt sich für die Viertelesschlotzer beim Anblick der vielen Weinreben und der kommenden Ernte auf. Der Blick hinab und hinein in den Kessel hin nach Bad Cannstatt und Stuttgart mit großen Industrieanlagen und dazwischen eingeengt die Ortschaften ist nicht gerade schön, wenn da nicht  am linken Neckarufer weiterführende Waldflächen hinauf nach Hedelfingen, zum Fernsehturm und weit hinten zum  Monte Scherbelino  wären, oder in Richtung Ludwigsburg, der Lemberg und ganz am Horizont der Asperg auftaucht. Überraschenderweise wird Uhlbach, das im Tal am Weg liegt, auf unserer Wanderung nicht erreicht. Scheute man den Weg hinab zum Ort und dann wieder den Aufstieg  Aber da taucht doch schon die Grabkapelle auf dem Rotenberg auf. Jede Menge Ausflügler sind dorthin unterwegs. Auch die Wanderer sind nach schnauf- und schweißtreibendem Aufstieg froh  dort angekommen zu sein.  König Wilhelm der I hat die Kapelle  für seine geliebte und früh verstorbene Gemahlin Katharina bauen lassen. Der im klassizistischem Stil erbaute Rundbau  wird von ionischen und korinthischen Säulen getragen. Unter der lichtspendenden großen Kuppel findet gerade  ein orthodoxer Gottesdienst statt. Chorgesang klingt auf und füllt den Raum mii schönem Klang.  Ursprünglich stand am Platz das  Stammschloß der Württemberger. Später dann beim weitergehen begleitet uns eine drohende Regenwolke. Es wird doch nicht.... Na ja..... Dieters Wanderungen sind bekannt dafür. Es geht durch den Ort Rotenberg und die umgebenden Weinberge. Im Hintergrund sind die Waldflächen des     Kernen hin nach Fellbach auszumachen.Es ist schön zu gehen. Soll es doch in Esslingen regnen! Wir freuen uns nähmlich an den am Weg blühenden Blumen, lesen Hinweistafeln über die verschiedenen Rebsorten. Untertürkheim lassen die Wanderführer rechts liegen, führt der Weg uns doch schon zu unserer Einkehr. Im  Sonnen-Besen  der Familie Zaiss welche bereits seit 400 Jahren Weinbau betreiben und davon 50 Jahre um den Roten Berg herum, lassen wir es uns gut gehen. Flammkuchen und anderes Essen munden. Kaffee und lecker Kuchen sind auch sehr gefragt. Später hat es uns aber doch erwischt. Prasselnder Regen geht nieder. Dennoch sitzen wir gemütlich und trocken unter weitausladenden Sonnenschirmen.

Nach entsprechender Zeit wird zur letzten Strecke aufgebrochen. Der Regen hat aufgehört und so kommen wir wieder hinunter nach Obertürkheim zum Bahnhof.

Bericht und Bilder: Wolfgang Staudenmayer