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05. Mai 2019

Vogelkunde in den Zugwiesen

 

Rückblick auf die vogelkundliche Wanderung vom 05. Mai 2019

 

„Schneefall in den Mittelgebirgen möglich und Temperaturen teilweise unter null Grad“, so unerfreulich hatte der Wetterbericht für die Nacht von Samstag auf Sonntag prophezeit. Und wirklich: es war lausig kalt; Prof. König meinte später, das seien wohl die verfrühten Eisheiligen.

 

Bereits zum 5. Mal fand die vogelkundliche Wanderung statt, so lange wie es auch die renaturierten Zugwiesen gibt. Wanderführer Werner Brekle konnte 16 unverwüstliche ornithologisch interessierte Wanderer begrüßen, darunter auch etliche Gäste. Prof. König hatte bereits sein Spektiv gegenüber den Felswänden bei Poppenweiler aufgestellt, doch leider gab es in diesem Jahr keine Uhus zu sehen. Die drei Jungvögel, die jetzt zwei Monate alt sind, hatten am Vortag den Brutplatz verlassen und hielten sich nun irgendwo im Gebüsch der Felsen auf. Schade …

 

Über dem Neckar, dicht über dem Wasserspiegel, konnten wir zahlreiche Mehl- und Rauchschwalben beobachten, die auf der Jagd nach Insekten waren. Mehlschwalben sind gut am weißen Bürzel, Rauchschwalben am gegabelten Schwanz zu erkennen. Prof. König erläuterte uns, dass es bei dieser Wetterlage über dem Wasser wärmer sei und die Insekten (und damit auch die Schwalben) sich daher in so geringer Höhe aufhielten.

 

Eine Besonderheit war dann aber doch zu entdecken: eine Mittelmeermöwe, die bei uns nicht heimisch ist, aber gelegentlich doch einmal am Neckar brütet. Jenseits der Insel zogen majestätisch einige Höckerschwäne dahin. Immer wieder steckten sie ihre Hälse gründelnd ins Wasser, um den Bewuchs am Gewässerboden abzugrasen. Nilgänse und Blässhühner waren zu sehen und ein Reiher lauerte bewegungslos auf Beute. Graugänse flogen schnatternd über uns hinweg. Auf dem Wanderweg hatten wir bereits ihre beachtlichen grüngefärbten Hinterlassenschaften gefunden.

 

Prof. König machte uns auf den „plaudernden“ Gesang der Gartengrasmücke aufmerksam, der immer wieder zu hören war. Auf einem hohen Ast entdeckten wir nach konzentriertem Suchen, - „wo, wo, i seh nix!“ - , eine Goldammer. Immer wieder kamen nun ein paar wärmende Sonnenstrahlen hervor, was wir als sehr wohltuend empfanden! Als Höhepunkt entzückte uns schließlich der Ausflug einer Graugans-Familie auf dem Wasser, die sage und schreibe acht putzige Küken mit sich führten. An der Brücke zum Aussichtsturm saß gut getarnt ein Teichhuhn, erkennbar am roten Schnabel, auf seinem Nest. Es war so versteckt angelegt, dass wir ohne unseren Experten sicher daran vorbei gegangen wären.

 

Bei der Einkehr im „Hotel Huhn“ bedankte sich Werner Brekle im Namen der Teilnehmer herzlich bei Prof. König für seine spannende Führung.

 

Text und Fotos: Christa Mugele