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Schwäb. Albverein e.V.

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Telefon: 07141 - 925152
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Startseite > Rückblicke 2019 > 06.10.-11.10.2019 Herbstausfahrt ins Moseltal
Vom 5 bis 11.Oktober 2019

Die Herbstausfahrt der Ortsgruppe Ludwigsburg

        Ins Moseltal nach Lieser     

             

Sonntag

der erste Reisetag

 

Nasskalt, regnerisch, trüb ist der Abreisetag. Erwartungsvoll warten die Reiseteilnehmer auf den von der Mittelmosel-Hotelgemeinschaft Michaele Bakali in aller Frühe auf den Weg  geschickten Reisebus um die Wanderfreunde abzuholen um diese ins Moseltal zu brimgen.

Fast pünktlich trifft er ein und weil es zu Regnen angefangen hat sind  Koffer und Taschen  rasch verladen und der jeweilige Platz im Reisebus eingenommen. Man richtet sich ein auf eine lange Fahrt, nicht gerade, wettermäßig gesehen, ffohgestimmt aber nach der Begrüßung von Günter König welcher bei der Reise als Vermittler und Gewährsmann zwischen  Albverein und Frau Bakali für den Ablauf des jeweilgen Tagesprogramme sorgt, ist man gespannt auf das  High-Ligth des  Tages: Eine Fußgängerseilbrücke und eine der längsten  Hängeseilbrücken Europas, mit einer Länge von 360 m und einer vom Boden aus gemessenen Höhe von knapp 100 m, sowie einem Eigengewicht von 62 Tonnen.  die Geierlay bei Mörsdorf  im Hunsrück gelegen und welche  zwischen der Ortsgemeinde Mörsdorf und Sosberg im Landkreis Cochem-Zell  das Mönsdorfer Bachtal überquert. Es hat aufgehört zu regnen und kann sich auf den 1,5 km Weg machen um bequem über Felder und Wiesen zur Hängebrücke zu kommen. Und da taucht sie auf, fast ein Strich in der Landschaft. an vier 40 mm starken Tragseilen aufgehängt, mit einem Wegebelag aus heimischer Douglasie gedeckt,.imposant, gewaltig zum Anblicken, einladend zum Überqueren. Mancher Wanderfreund macht sich auf den leicht schwankenden Brückenweg hinüber zur anderen Seite. Begeistert vom Anblick der Hängebrücke kehrt man dann zurück zum Besucherzentrum Geierlay, kann sich dort  noch bei Kaffee und Kuchen mit den anderen Wanderfreunden sein Brückenerlebnis austauschen, dann ist Weiterfahrt zum Endziel Lieser im Moseltal angesagt. Vom Hunsrück geht es hinab nach Zell an der Mosel und man  bekommt später erste Endrücke der steilen Moselrebhänge.und vom Fluß Mosel der ja der längste deutsche Nebenfluß des Rheins  und die zweitwichtigste Schifffahrtestaße Deutschlands ist. Sie windet sich in zahlreichen Schleifen abwechslungsreich von einem historisxchen Ort zum anderen und gehört zu den schönsten Naturlandschaften in Deutschland. Dann sind wir nach langer Tagesfahrt im

Hotel Raats in Lieser angekommen, quatieren uns ein und freuen uns auf ein gutes Abendessen und ersten Moselwein. Müde von den  Tageseindrücken schlafen wir in den neuen Tag.

Montag

der zweite Reistag

 

Guten Morgen ! Gut geschlafen ? Wie isch´s Wetter ? Wolkenverhangen, trüb, aber trocken.

Ein gutes reichhaltiges Früstück weckt die Lebensgeister, denn um 9 Uhr ist Abfahrt aus dem Moseltal hinaus und hinauf zur Eifellandschaft mit seinen Maaren, den Manderscheider Burgen,  nach Stron zur Lavabombe und wieder ins Moseltal nach Cochem mit der Reichsburg und nach Beilstein einem der schönsten Orte an der Mosel.

Heute haben wir Herr Karl-Heinz Hepp als Reiseführer an Bord. Die Fahrt durchs Moseltal ist beeindruckend. Wir Ludwigsburger sind ja auch steile Rebhänge gewohnt, aber hier an der Mosel sind sie gewaltig höher, steiler, bebaut bis zur letztmöglichen Rebfläche. Breit in weiten Schleifen zieht die Mosel ihre Bahn. Karl-Heinz kann uns viel über Kultur und Geschichte, über Weinbau, über das Moseltal berichten. Dann geht es hinauf in die Eifler Landschaft, hügellig, mit großen Acker- und Wiesenflächen und Wald. Heute grau verhangen, nur leuchtend gelber Ackersenf bringt manchmal etwas Farbe in die Landschaft. Karl-Heinz berichtet über die Entstehung der Maare. Wir können beim Ort Stron eine geologische Besonderheit eine 120 t schwere Lavabombe sehen. Ein eindruckvolles Zeugnis früherer vulkanischer Tätigkeit in der Eifel. Kommen später  in offene Landschaft und machen Halt beim Schalkenmerener- oder Totenmaar mit seiner Friedhofkapelle. Umgeben von Wald liegt das Maar. Ringsum Stille, Ruhe. Aufgrund ihrer runden Form und ihrer blauen Farbe werden die Maare auch die "Augen der Eifel" genannt. Drüben beim Kirchlein  läutet jemand die Glocke. Dann  verlassen wir die Eifellandschaft und kommen wieder ins Moseltal. Cochem ist das Ziel. Schon von Weitem ist die mitten in der Stadt thronende  Reichsburg Cochem  auszumachen. Die Gegend um Cochem wurde einst von Kelten und Römern besiedelt  und  wurde 886 erstmals urkundlich erwähnt. Die bestehende Burg, wie die Stadt selbst, ist 1689 von den Truppen Ludwigs XIV zerstört worden. Die Burgruine wurde dann 1886 von einem wie der Volksmund sagte " Verrückten Städter " der Familie Ravene` gekauft, wieder hergestellt und diente der Familie als Sommersitz. In Cochem am  Endertplatz wird ausgestiegen. Karl-Heinz macht mit uns eine kleine Stadtführung. Bei der Moselbrücke ist an einem altem Turm  schön die Geschichte von Cochem in bunten Keramiktafeln angebracht. weiter gehend  beeindrucken an einem Gebäude angebrachte Hochwassermarken. Schön der Marktplatz mit seinem Martinsbrunnen und den alten Fachwerkhäusern. Dann haben wir Freizeit. Sollen wir auf sehr steilem Pflasterweg hinauf zur Reichsburg gehen ? Oder beim Martinstor wo einst Zoll erhoben wurde, die Martinskirche, eine dreischiffige Hallenkirche, gotisch und im ehemaligen Chor mit wunderbar moderen bunten Kirchenfensten  geschmückt, besuchen? Da ist das Balduinstor, mit mächtigem Turm und einst Kerker der Stadt, oder nur durch die malerischen Gassen gehen? Jeder hat aus seiner Freizeit das beste gemacht und zufrieden trifft man sich zu gegebener Zeit beim Reisebus wieder zur Weiterfahrt nach Beilstein, einem der schönsten Orte an der Mosel  der auch das "Dornröschen der Mosel " genannt wird. Bei der Fahrt dorthin umgibt uns auf der einen Seite wieder die steile Weinberglandschaft, auf der anderen Seite das breite Band der Mosel und die bunt gemischten  umliegenden Ortschaften.. Auch in Beilstein führt uns Karl-Heinz durch die Altstadt, ehemals umschlossen von einer 1310 errichteten Stadtmauer. Der Ort gibt heute noch durch zahlreich historische Bauten einen Einblick in eine mittelalterliche Stadt. Am Schlossberg hoch oben die Ruine der Metternichburg. Gegenüber liegt die Karmeliterkirche welche wir auf steilem Pflasterweg erreichen. Von dort hat man einen schönen Blick hinab zur Mosel. Über steile Treppen gelangt man wieder zum Ort hinab, geht nochmals durch die engen Gassen mit seinen malerischen Winkeln und schönen Fachwerkhäusern. Dann sind wir auf der Heimfahrt. Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende. Ein gutes  Abendessen  und Moselwein rundet den Tag  ab. Gute Nacht.

 Dienstag

 der dritte Reisetag

 

Oh je ! Es regnet ! Wolkenschleier hängen in den Weinbergen. Ausgerechnet heute wo man wandern will dieses Wetter! Auch ein gutes Frühstück hebt nicht die Stimmung. Und da steht zur Fahrt auch noch ein Linienbus zur Abholung vor der Tür. Ist das jetzt unser Bus oder nicht ? Oh ja er ist`s! Günter hat alle Hände voll zu tun mit der Agentur Bakali den Tagesablauf zufriedenstellend zu regeln. So fahren wir denn durch die regennasse Mosellandschaft. Kommen zum Weinort Leiwen von wo es auf enger Straße aufwärts geht zum Zummethof, einem kleinen Wohngebiet und Hotelanlage.  Eigentlich hat man von dort oben herrliche Aussicht zur Mosel hinunter mit ihrer weiten Flußschleife  um die Orte Leiwen und Trittenheim. Eine Gruppe  unternehmungslustiger Wanderer macht sich auf den Wanderweg bergauf, durch Weinberge, die Traubenlese ist bereits beendet und weiter hinauf in Waldgebiet. Von dort haben sie immerwieder schöne Ausblicke in die Mosellandschaft, aber  wenn der Regen auch nachgelassen hat, es ist einfach kein so zufriedenstellendes Wandern. Nach 2-3 Stunden werden die Freunde dann wieder mit der Restgruppe beim Zummethof-Hotel sein. Dort hat sich inzwischen der Rest der Wanderfreunde aufgemacht mit dem Bus wieder ins Tal  und dort entlang bis zum Ort Fell zu kommen. Dort  wollen sie das Tagesangebot " Besuch eines Schieferbergwerks" wahrnehmen. Das Bergwerk liegt im Nassernbachtal und es ist noch eine weite Strecke zum dortigen Parkplatz zu fahren. Von dort geht es dann zu Fuß bergauf zum 2013 eröffneten Informationszentrum und Museum des Besucherbergwerks, welches  aus dem 19.zum 20 Jhdt. und  aus zwei übereinanderliegenden Dachschiefergruben besteht. Zu gegebener Zeit heißt es " Helm auf "  und  man  betritt beim Stolleneingang " Mundloch " das spärlich beleuchtete Bergwerk. Das Schaubergwerk ist so eingerichtet, daß man an bestimmten Stellen durch Figuren und Arbeitsgeräte sehen kann wie einst sehr mühevoll gearbeitet wurde. Die zwei übereinanderliegenden verzweigten  Stollen heißen Hoffnung und Barbara und sind mit einem 100 m langen Treppenschacht verbunden. Gut eine Stunde wird man durch Stollen und Strecken geführt und erfährt Wissenwertes vom Bergwerkführer. Es ist für alle ein besonderes Erlebnis. Zum Schluß die riesige Schiefergesteinhalle über 2 Stockwerke hinweg. Schwarz glänzt das Gestein und es ist unheimlich gespenstisch und völlig  dunkel, als das Licht zur demonstration ausgeht. Totenstille und ist froh bald beim Ausgang zu sein. Die Oberwelt hat uns wieder und bei nachwievor  nasskalten Wetter geht es dann zurück zum Zummethof wo sich inzwischen auch die Wandergruppe eingefunden hat. Im schönen Zummethof-Hotel lassen es sich alle gut gehen und berichten vom jeweiliegen Tagesgeschehen. Dann fahren wir zurück, jetzt im einem bequemen Reisebus, nach Lieser zum Quatier. Für alle geht ein regnerischer Tag zu Ende welcher trotz kleiner Mängel der Agentur zufriedenstellend war.

Mittwoch

der vierte Reisetag

 

Heute lautet das Tagesprogramm: Fahrt nach Trier und Saarburg. Auch ist heute ein Reiseführer, Karl-Heinz- an Bord, welcher uns durch die beiden Städte führen soll, wie auch während der Fahrt über Landschaft, Geschichte, Land und Leute etwas berichten soll.  Es wird ein Tag mit viel Geschichte und Kultur werden. Zunächst wollen wir Saarburg besuchen. Wieder. fahren und erleben wir die Mosellandschaft, eine Mittelgebirgsregion, mit steilen Schieferhängen, vielen Windungen der Mosel, vielen am Weg liegenden Weindörfern und kommen so an Trier vorbei zur Stadt Konz. In diser gegend fließt die Saar in die Mosel. Jetzt geht es der Saar entlang nach Saarburg, der Stadt mit einem Wasserfall mitten im Ort. Durchs alte Stadtgebiet fließt der Leutbach. Saarburg wird auch Klein Venedig genannt, denn von der Brücke 2 auf dem Graben" bietet sich ein wunderbarer Blick zu den vielen Blumengeschmückten kleinen Brücken welche die Häuserzeilen, die auf Eichenpfählen als Fundament gebaut sind, miteinander verbinden Dort entlang kommt man dann zu einem kleinen Wehr mit letzter Brücke. Dort wird das Wasser angestaut und stürzt  dann als tosender Wasserfall über Felsen tief in die untere Stadt. Toll. Das muß man gesehen haben Ein mächtiger Wasserfall der im unteren Bereich früher teilweise über Kännel zu verschiednen Wasserradmühlen geleitet worden ist. Wenn genügend Zeit wäre könnte man eine noch bestehende Mühle, jetzt Museum, besuchen. Man geht zur am Berg stehenden ev. Kirche, neugotisch und  aus gelbrotem Sandstein erbaut. Über der Kirche hoch aufragend steht die einst stolze und mächtige Saarburg. In der Nähe auch das Laurentius-Tor durch welches man an mittelalterlichen Fachwerkhäusern entlang weit hinab zur unteren Stadt kommen kann wo einst Fischer, Schiffer und Mühlen angesiedelt waren. Da sind am Markt die dreigeschossigen Wohnhäuser in barocker Pracht die das reiche Bürgertum versinnbildlichen.Wir treffen uns am Bus wieder und wollen uns jetzt auf die Fahrt nach  Trier machen.

Seither schön und sonnig, trübt sich das  Wetter auf der Fahrt nach Trier ein und beim Ausstieg dort regnet es in Strömen. Karl-Heinz hat im Bus schon über Trier und seine Geschichte unterrichtet. Hat uns bei der Einfahrt zur Stadt die Reste der Römischen Kaiserthermen, das Amphietheater, die Konstantin-Basilika, die Römerbrücke  gezeigt. Trier wurde gegründet im Jahr 17 v.Chr. und beansprucht den Titel " älteste Stadt Deutschlands ". Dieses Gründungsdatum ergibt sich aus dem Alter der im Schlick gefundenen Holzpfähle der ersten Moselbrücke. Durch den Vergleich der Jahresringe lässt sich die Fällung der verwendeten Bäume datiern. Die Stadt hat eine vielfältige, wechselvolle Geschichte. Wir eilen aber  vom Parkplatz weg  zum naheliegenden  römischen Bauwerk der Porta Nigra und  Wahrzeichen der Stadt. Man kommt sich sehr klein vor, wenn  man vor dem monumentalen, vor dem mit aufeinander geschichteten großen Steinblöcken errichteten Bauwerk steht. Der Bau ist vom Alter und Umwelt her  geschwärzt und ist noch eines vor 4 ehemaligen Stadttoren. Karl-Heinz  entlässt uns zu Freizeit. Wir gehen  durch die Innenstadt und Fußgängerzone, an schönen Hausfassaden vorbei, wie z.B. das 3 Königinnenhaus. Am Marktplatz stehen weltliche wie klerikale Prachtbauten und zeugen vom Reichtum der Stadt. Auch gilt  der Platz als schönster  Deutschlands. Bei Regen ist aber alles etwas trostlos und so eilt man zum Domplatz. Prachtvoll die romanische Fassade des Kirchenbaus mit Türmen, Bögen und farbigem Steinmaterial.  Der Dom St.Peter aus dem Jahr 340 gilt als älteste Kirche und ältestes Bauwerk Deutschlands. Vielfältig das Innere des Doms. Hoch oben im Gewölbe der Orgelprospekt. Es geht über Treppen in verschiedene Kirchenteile, Im Aussenbereich ein schöner Kreuzgang. Lange könnte man sich in der Kirche aufhalten um alles zu sehen. Ein herrliches Bauwerk. Zur festgegten Zeit fahren wir dann reich an Tageseindrücken zurück zum Quartier. Unterwegs verabschieden wir unseren Reiseführer Karl-Heinz der uns reich an Wissen über die Geschichte und Kultur seiner Heimat wissenswertes vermittelt hat.  Herzlichen Dank. Dieser Dank gilt auch dem Reisebusfahrer welcher uns gekonnt an die jeweiligen Stätten des Tagesprogramms chauffiert hat. Ein gutes Abendesse rundet den Tag ab. Zufrieden schläft man in den nächsten Tag.

Donnerstag

der fünfte Reisetag

 

 Heute steht wieder das Wandern auf dem Tagesprogramm. Der Blick aus dem Fenster sagt trockenes, schönes Wetter voraus.Wir fahren mit dem Reisebus entlang der Mosel mit neuen landschaftlichen Eindrücken nach Traben-Trarbach. Unterwegs steigt eine Wandergruppe in Bernkastel-Kues am Schiffsanladeplatz aus um von dort aus ihre Wanderung zu beginnen.  Eine von der Agentur bestellte Führerin wird die Wanderfreunde begleiten. Sie müssen weit hinauf ins bewaldete Hundsrückgebiet. Am Ende der Wanderung erreichen sie dann im Tal über weites sonniges Weinrebengebiet  Traben den rechtseitigen  Moselteilort Traben.  Ein herzliches Danke der Wanderführerin welche am Nachmittag in ihrem Heimatort noch zur Weinlese muß. Inzwischen hat der Bus die restlichen Wanderfreunde nach Traben gefahren. Bei der Einfahrt zum Moseltor, das Wahrzeichen der Doppelstadt, wird hoch oben die einst vielumkämpfte Grevenburg sichtbar. Diese wurde1795 von den Franzosen gesprengt. Die Ruine ist heute ein beliebtes Asuflugsziel. Über die Moselbrücke kommt man hinüber nach Trarbach und dort weiter hinauf zur ehemaligen Festung Mont Royal. Die Festung wurde 1687 - 1692 von Ludwig den XIV zur Beherrschung der Rheinländer gebaut aber nie gebraucht. Dieses Gelände will man etwas erkunden um dann zum Ende der Wanderung über Weinberge hinunter nach Trarbach zu kommen. Schmale Wege, etwas feucht vom Vortag, lassen die Wanderer aber einen bequemeren Weg gehen, sodaß man nur einen kleinen Teil eines Festungseingangs erkunden kann. Ein Ausichtsfelsen, das Rabenwerk, gibt den Blick frei hinunter ins heute sonnige Moseltal. An einem Flugplatzgelände vorbei und durch Wald kommt man dann hinaus ins Weinberggebiet. Schön talwärts zu gehen und immer die Mosellandschaft um Traben-Trarbach im Blick zu haben. In Trarbach hat man noch Zeit den Ort einzusehen. Da ist das Moselschlößchen mit prächtigem Eingangsportal, da ist das Jugendstilhaus Bellevue, schöne Brunnenfiguren, an schöner Moselpromenade kann man den Schiffsverkehr beobachten, vor der Brücke steht das alte Postamtsgebäude. Geht man dann über die Brücke nach Traben hinüber. geht es durch enge Gassen zum Weissen Turm von 1357, ein Relikt aus der Mittelalterlichen Stadtbefestigung, welcher mit einem Glockenspiel versehen ist. Es wäre noch viel zu entdecken, anzusehen, aber zur bestimmten Zeit müssen sich die beiden Wandergruppen am frühen Nachmittag an einer Schiffanlegestelle wieder treffen um  mit einem Ausflugsschiff die Fahrt von Traben-Trarbach nach Bernkastel-Kues mitzumachen. Inzwischen ist das Wetter etwas windig geworden, sodaß die Wanderfreunde sich im geschlossenen Schiffsdeck aufhalten, sich Kaffee und Kuchen oder ein Gläschen Moselwein munden lassen und durch die großen Schifffenster hinaus die Landschaft um das Moselufer  hin zu den vielen kleinen und großen Moselortschaften, die umgebende Landschaft  zu geniessen. Manche wagen sich ans windige Oberdack und können beim Durchfahren einer Schleuse das Öffnen und Schließen der Tore besser beobachten.  Die Schifffahrt ist schöner Abschluß des Wandertages. Bei gutem Abendessen und Moselwein danken die Reiseteilnehmer dem Verantwortlichen Günter für diese Moselreise, für seinen Einsatz die vergangenen Tage mit der Agentur Bakali zusammen immer zur Zufriedenheit für die Wanderfreunde zu koordienieren und abzuwickeln. Peter und Christa Mugele haben wir eine Karte geschrieben. Auch Sie haben im Vorfeld  für die Reise sich eingebracht. Auch Ihnen ein herzliches Danke.Leider konnten Sie nicht mit kommen.Von Günter wird der Dank an die Reiseteilnehmer zurückgegeben, da diese immer pünktlich zu den entsprechenden Zeiten zu Stelle waren und auftretende kleine Mängel teilweise mit Humor abgetan haben. Dann geht es ans Kofferpacken, denn am anderen Morgen ist Heimreisetag. 

Freitag

der sechste Tag und Heimreise

 

Der letzte Tag der Moselreise ist angebrochen. Die Koffer sind gepackt, im Reisebus verladen und nach einem wie immer sehr guten Frühstück verabschiedet man sich vom Hotel Raatz welches uns die vergangenen Tage gut untergebracht und vorzüglich bewirtet hat. Ein herzliches Danke.

Auf der Heimreise will man die Edelsteinstadt Idar-Oberstein und eine Edelsteinschleiferei besuchen. Zunächst lassen wir aber nochmals die Mosellandschaft an uns vorüber ziehen und denken zurück was wir alles gesehen und erlebt haben. Die Fahrt geht über die Autobahn hin zur Nahe. Unterwegs berichtet unser Busfahrer, er hatte früher einen Winzerbetrieb, über sein Leben als Winzer, über Nöte und Schwierigkeiten beim Weinbau. In  Idar-Oberstein machen wir eine kleine Stadtrundfahrt. Sie liegt weitverzweigt in einm Talkessel mit hohen Felswänden und die Nahe durchquert die Stadt. Durch die Nahelandschaft mit Weinbergen welche sich jetzt in hügeliger Form zeigen, erreichen wir dann den Ort Kirschweiler. Dort sind wir bei der Edelsteinschleiferei Hess zu einer Führung angemeldet. Ein Edelsteinschleifer ,Meister seines Fachs, berichtet  über Edelsteine, zeigt wie Edelsteine  geformt und geschliffen werden. Eine Arbeit die viel Sorgfalt und Feingefühl verlangt. Dann fragt der Meister nach einem Lehrjungen. Wolfgang meldet sich, wird anerkannt und darf einen Edelstein, einen kleinen Dalmatiner Jaspis-Stein, feinschleifen. Er besteht die Prüfung und  bekommt sein Lehrlingswerk geschenkt. Auch bekommen am Ende der Führung alle Freunde solch einen kleinen Stein als Geschenk. Dann kann man im weiträumigen Haus eine Edelsteinsammlung bewundern. Wie das glitzert und strahlt, wie reich die Formen der jeweiligen Edelesteine sind. Im Verkaufsraum kann man sich kaum sattsehen an vielfältigem schönen Schmuck. Prächtig das funkelnde Angebot und manch kleines Präsent in Form eines Rings, Halskettle, Ohrringle, wird erworben. Es war ein wunderbarer Abschluß der Moselreise. Dann geht es Richtung Heimat. Wir kommen gut in Ludwigsburg an. Der Alltag hat uns wieder. Der Reisebus von Lieser an der Mosel muß aber die Wegstrecke am Abend wieder zurück nach Lieser fahren..Gute Heimreise und herzlichen Dank fürs bringen nach Ludwigsburg. Für die Reiseteilnehmer waren es erlebnisreiche Tage und viel Schönes wird in Erinnerung bleiben.

Texte und Bilder von Wolfgang Staudenmayer