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Wanderung vom 18.08.2019

"Auf dem Jakobsweg"

Auf dem Jakobsweg, dem Martinusweg

und den Neckarsteig von Rottenburg nach Tübingen

 

Heißes Wetter ist vorhergesagt, trotzdem nehmen am Wandersonntag mitten im August sogar 24 Wanderbegeisterte teil. Ein Stück Jakobsweg, wenn das nichts ist!

 

Vom Bahnhof Kiebingen, der schon zu Rottenburg gehört, führt der Weg über weite, blumenbunte Neckarwiesen nach Wurmlingen, stets mit Blick auf die Kapelle hoch über dem Tal. Noch bevor es richtig bergauf geht, legen wir vor der Pfarrkirche St. Briccius mitten im Ort eine erste Verschnaufpause ein. Dort sind gerade die Vorbereitungen für die Messe in vollem Gange, für das Hochfest mit Kräuter­segnung – was auch erklärt, warum viele Gemeindeglieder, die uns so freundlich begrüßen, ein Sträußchen mit Blumen und Kräutern zum Segnen dabei haben.

 

Doch dann nehmen wir den Aufstieg zur Wurmlinger Kapelle in Angriff, und zwar auf dem direktesten Weg. Das ist der Kreuzweg mit 14 Stationen – und vor allem ganz schön steil. Oben angekommen, genießen wir zur Belohnung den herrlich weiten Blick von Herrenberg über Rottenburg bis zu den Höhenzügen der Schwäbischen Alb – zwischen denen wir namentlich wenigstens die Burg Hohenzollern erkennen.

 

Wer dachte „Nun sind wir oben!“, hat weit gefehlt: Erst einmal führt der Weg wieder fünfzig Höhenmeter nach unten in die Talsenke bis zum „Kapellensattel“. Dort trifft gleich eine ganze Handvoll Wanderwege zusammen; gar nicht so leicht, sich da für den richtigen Weg nach Tübingen zu entscheiden. Es geht wieder bergauf, und vorübergehend stellen wir das Schwätzen ein, bis wir den neuerlichen Anstieg bewältigt haben. Dann genießen wir in vollen Zügen die angenehm schattige Wanderstrecke auf dem lang gezogenen Bergrücken namens Spitzberg. Durch dichten Laub- und Mischwald folgen wir erstmal im Gänsemarsch einem schmalen Pfad, dann geht‘s auf dem breiten Winterweg weiter. Diese Wanderstrecke von der Wurmlinger Kapelle zum Bismarckturm hoch über Tübingen trägt auch den Namen Uhlandweg in Gedenken an den 1787 in Tübingen geborenen Ludwig Uhland. Am Wegesrand gibt es immer wieder Schilder mit seinen Liedern zu entdecken.

 

Kurz vor dem Bismarckturm trennen sich vorübergehend unsere Wege, ehe wir am Ende alle beim „Neckarmüller“ wieder zusammentreffen. Die einen begeben sich gleich bequem mit dem Bus ans Neckarufer, die anderen begeben sich doch weiter zu Fuß hinunter nach Tübingen, belohnt mit herrlichen Blicken auf Schloss und Gassen, Hölderlinturm und Stocherkähne. Zu guter Letzt genießen wir alle das leckere Essen in der Gasthaus­brauerei am Neckar und dazu, nicht zu vergessen, auch jede Menge Flüssiges – schließlich war‘s eine schweißtreibende, aber wunderschöne Wanderung.

 

Der Mitwanderer Thomas Bucic bedanke sich bei den Wanderführern Günter König und Ursula Bleil für die gut geplante und durchgeführte Wanderung.