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Startseite > Rückblicke 2019 > 20.02.2019 Senioren "Hölderlin und Wein"
Wanderung am 20.2.2019 der Seniorengruppe nach Lauffen/Neckar

"Hölderlin und Wein"

Ein herrlicher Wandertag kündigt sich an: Strahlend blauer Himmel einzig wenige Federwolken zogen dahin. Lediglich die Abwärme aus dem Kühlturm des AKW Neckarwestheim bildete eine große Wolke. Am Stadteingang von Lauffen deuten die Fachwerkhäuser an der Straße auf frühe Entstehung der Stadt. Hoch gebaut die Regiswindis-Kirche mit ihrer starken Mauerbefestigung, die bis an den Neckar reicht, gegenüber die alte Burg, die in heutiger Zeit dem Rathaus dient und höher gelegen ein Ortsteil, der noch mit einer starken Stadtmauer von der Wehrhaftigkeit in früher Zeit zeugt.

Unsere Wanderung beginnt am Ortsende mit einem kleinen Anstieg hinauf auf den Panoramaweg. Die Aussicht zeigt die Stadt in ihrer ganzen Ausdehnung und reicht bis hin zu den im Dunst liegenden waldigen Abhängen des Heuchelbergs. Vor uns dehnen sich weite Felder und sanfte Hügel aus mit Reben bewachsen so weit das Auge reicht. (Wer mag wohl den vielen Wein trinken?) In großem Bogen erreichen wir den Abstieg durch die Weinberge und den Weinbergmauern entlang hinab ins Zabertal. Allenthalben sind Weinbauern damit beschäftigt die Reben zurück zu schneiden und die verbleibenden Ruten am Führungsdraht festzubinden.

Im Zabertal führt uns der Weg zurück zur Stadt. Nun erst sehen wir die steilen felsigen Abhänge, über denen wir vorher so gemütlich unterwegs waren. Die hier angelegten Rebflächen sind schwer zu bearbeiten und müssen über steile und abenteuerliche Staffelwege erschlossen werden.

Vorbei an den ersten Häusern der Stadt, in deren Vorgärten die Schneeglöckchen und vereinzelt auch Krokusse blühen, wo die hellgrünen Schleier der Trauerweiden wehen, erreichen wir das Ende unseres Wanderweges: Eine kleine Grünanlage (ehemaliges Klostergelände) mit dem Denkmal des Dichters Hölderlin, der in Lauffen 1770 geboren wurde.   Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Tübingen wo er 1843 schwer krank verstarb. In nächster Nähe wurde für die Verkehrsführung ein großer Kreisel gebaut, auf dessen Mitte eine moderne Skulptur von Lenk erstellt, die ebenfalls an den Dichter erinnert.

Wir beenden unsere Wanderung im Jägerhaus bei Kaffee und Kuchen, Getränken und Essen nach Wahl.

Danken wollen wir Irmi und Norbert Tauscher für die Organisation des Tages und Axel und Christa Brielmaier für die Wegeführung. Freuen wir uns auf die nächste Ausfahrt am 20.3.2019 nach Erligheim und hoffen auf ebenso herrliches Wetter wie heute.

Zum Abschluss noch ein Gedicht aus einem größeren Zyklus von Johann Christian Friedrich Hölderlin:

Seliges Land!
Kein Hügel in dir wächst ohne den Weinstock,
niederes schwellendes Gras segnet im Herbst das Obst.
Fröhlich baden im Strome den Fuß die glühenden Berge,
Träume von Zweigen und Moos kühlen ihr sonniges Haupt.

Bericht: Marianne Staudenmayer
Fotos:  Irmgard Roller