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Am 24.November 2019

„Kultur und Wandern“

 

Eine langfristige Planung der Wanderungen erfordert, die eventuellen Gegebenheiten wie die Wetterverhältnisse zu berücksichtigen. Da es sich um einen Novemberausflug handelte, wollte unser Wanderführerpaar Ingrid Ollig und Christa Mugele kein Risiko eingehen und entschloss sich für einen Spaziergang verbunden mit Kultur. Aber der Wettergott war uns gnädig und wir konnten trockenen Fußes bei erträglicher Temperatur das uns gesteckte Ziel erreichen.

 

Zu angenehmer Zeit am Vormittag fuhren wir zunächst mit dem Regionalzug nach Mühlacker und dann mit dem Bus nach Pinache. Dieser Ortsname wirkte auf mich fremd, aber ich sollte bald erfahren, was es damit auf sich hat und zwar gleich in doppelter Ausführung. Vor einer kleinen Kirche machten wir Halt und Christa machte uns mit der Geschichte des Ortes vertraut. Dieser wurde Ende des 17. Jahrhunderts den aus Südfrankreich stammenden Flüchtlingen – den Waldensern - zur Ansiedelun zugewiesen und sie benannten ihn nach ihrer ehemaligen Heimat. Bei der nahen Kirche aus dem Jahr 1721 handelt es sich um die älteste Waldenser-Kirche in Deutschland. Nachdem die Kirchgänger nach dem Gottesdienst die Kirche verlassen hatten und wir einen Blick hineinwerfen konnten, belehrte uns der noch anwesende Pfarrer bereitwillig ein zweites Mal.

 

Mittlerweile war es fast Mittag geworden und wir begaben uns auf den Weg nach Wiernsheim zu dem dortigen Kaffeemühlen-Museum. Unterwegs wurden in der sanft geschwungenen, lieblich anmutenden Landschaft noch ein paar Obstbäume bestaunt, in der sich massenhaft Misteln ausgebreitet hatten.

Da wir angemeldet waren, wurde im Museum sofort mit der Führung begonnen. Gläserne Vitrinen in mehreren Räumen beherbergten unzählige Mahlwerke - Renommierobjekte ebenso wie Gebrauchsgegenstände, Mühlen mit Gehäusen aus edlem Holz, die mit filigranen Intarsien oder kunstvoller Schnitzerei versehen waren, mit Gehäusen aus edler Metallverarbeitung oder aus Keramik, wie auch einfache Objekte, deren Gehäuse eher einer Blechdose glichen. Besonders häufig waren kostbare Säulen-Mühlen vertreten und einige Wand-Kaffeemühlen gab es auch. Kaffeemühlen soweit das Auge reicht – um die 1200 wurden von Rolf Scheuermann zusammengetragen und aufpoliert.

 

Dem Museum war ein Café angegliedert, wo wir es uns bei Kaffee und Kuchen anschließend gut gehen ließen. Bevor wir zur Heimkehr aufbrachen, richtete unser Vorsitzender Günter noch einen herzlichen Dank an die beiden Wanderführerinnen, insbesondere an Ingrid Ollig, die mit dieser gelungenen, unterhaltsamen Tour ihren Abschied vom Amt der Wanderführerin nahm.

 

Bericht: Dorothea Göhler

Fotos: Christa Mugele