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Startseite > Rückblicke 2020 > 19.01.2020 Feuerwehr- museum Winnenden
Am 19. Januar 2020

Kultur und Wandern

Von Schwaikheim zum Feuerwehrmuseum Winnenden

 

Am 19,Januar 2020 machten sich 19 Teilnehmer auf den Weg von Schwaikheim aus nach Winnenden zum Feuerwehrmuseum.

Mit der Bahn war man nach Schwaikheim gekommen wo die Wanderfreunde von den Verantwortlichen  für den Tagesablauf  Christa Mugele und Karin Altendorf-Holzwarth herzlich begrüßt wurden und auf den Kultur- und Wandertag einstimmten.

Schwaikheim wandelte sich von einer ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Dorfgemeinschaft zu einer Industrie- und Arbeiterwohngemeinschaft. Der Ort, am Zipfelbach gelegen, wurde einst von den Kelten besiedelt, später von den Römern übernommen,. Im Jahr 250 verdrängten dann germanische Stämme die Römer und 853 wurde Schwaikheim erstmals urkundlich erwähnt. Die wechselvolle Geschichte des Orts zeigt auf, daß im 30- jährigen Krieg viele Menschen durch die Pest umgekommen sind, 1693 der Ort brandgeschatzt wurde und eine Episode des Orts zeigt auf: Der Neckname "Schlappohren" weist darauf hin, daß sich Bürger dem Feind mit leeren herausgezogenen Hosentaschen (Schlappohren) zeigten daß sie gar nichts mehr hatten, einfach arm waren.

Man geht durch neues Wohngebiet hinab ins  Zipfelbachtal. Der Zipfelbach kommt weit her aus den Wäldern der Buocher Höhe bei  Bräunlingweiler und mündet dann bei Poppenweiler in den Neckar. Am Zipfelbach entlang, durch feuchte Auenlandschaft,geht es auf gutem Weg  hin nach Winnenden. Eine ruhende Schafherde, hin und wieder ein sportlicher Läufer sind einzige Wegbegleiter. Es hat leicht angefangen zu schneien und so macht man unter der Talüberbrückung der B 14 kurze Vesperrast. Dann ist bald  Winnenden erreicht und beim dortigen Bahnhof liegt auch das Feuerwehrmuseum wo man bereits erwartet und beim Eingang herzlich begrüßt wird. Man ist gespannt auf die Führung im Museum. Was will man da eigentlich zeigen?  Doch schon bei der Einführung über das Museum wird aufgehorcht, wird bewußt was die Besucher erwartet.

Das Feuerwehrmuseum Winnenden entstand im ehemalichen Eisenbahn-Güterschuppen welcher 1875 gebaut wurde, unter Denkmalschutz steht und man staune, der große mit Balkenwerk errichtete Raum ist heute noch im Orginalzustand erhalten und ist seit 2002 wirkungsvolle Kulisse für die vielen Ausstellungsstücke des Museums. Interessant und eindrucksvoll wird  die vielfältige Geschichte des Feuerwehrwesens vom Museumsführer aufgezeigt. Da sind zunächst die vielen Feuerlöscheimer aus ersten Tagen. Wie ist Feuer gelöscht worden? Männer am Brandort und nur  Frauen mußten mit diesen Wassereimern ein Schlange vom Wasser zum Brandherd bilden. Es war amtlich bestimmt daß Frauen welche heirateten in ihrer Aussteuer einen solchen Wassereimer haben mußten. Im nachhinei wird  einem bewußt wie schwierig und mühsam das Feuerlöschwesen zu Beginn war. Da sind die einfachen Handpumpen, dann die Weiterentwicklung  der Löschgeräte. Da sind die mächtigen Feuerlöschleitern,. die Feuerlöschwagen welche  von Pferden gezogen wurden, da ist die geballte Kraft von vielen immer freiwilligen Männern nötig. Da sind die Vielzahl an Feuerwehrhelmen, die Uniformen bis hin  zur heutigen modernen Ausstattung.Da ist bei manchen noch in Erinnerung  das Löschwesen im Krieg und Luftschutz, Gasmasken, Atemschutzgeräte, Ausstattung für den Feuerwehreinsatz bei Unfällen. Da ist ein Schlauchturm mit vielfältig einsetzbaren bunten Wasserschläuchen. da sind die modernen heutigen Gerätschaften. Alles beeindruckend, reichhaltig, vielfältig, man muß es einfach gesehn haben. Und am Schluß noch die Feurwehrautos. Nur rein vom Aussehen her wunderbare Fahrzeuge, und teilweise noch einsatzfähig. Schön das Gruppenbild beim Feuerwehrauto. Das Feuerwehrmuseum war für uns alle ein tolles Erlebnis.

Bei der Schlußeinkehr mundeten riesige Pizzas, große Pasta-Portionen, Salate und brandlöschende Getränke. Man ließ nochmals den Tag Reveau passieren, Die Meinung aller: Es war ein wunderschöner Tag bei Wanderung  und Museumsbesuch. So ein Tag bei Wanderung und Kultur ist  auch in Zukunft wünschenswert,

Zufrieden und mit herzlichem Dank an  Christa und Karin kehren wir heim.

 

Text und Bilder: Wolfgang Staudenmayer