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Schwäb. Albverein e.V.

Ortsgruppe Ludwigsburg
Peter Mugele

 

Telefon: 07141 - 925152
Goethestraße 6
71638 Ludwigsburg 

mugele-ludwigsburg@t-online.de

Wanderung "Ins Blaue"

 

Wanderung der Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäb. Albvereins am 11.November 2013

 

Was wohl die Wanderführer Dieter Mosdzien und Joachim Schröter mit der "Tour ins Blaue" sich ausgesucht und vorbereitet haben? Die Wanderfreunde müssen sich überraschen lassen. Nachdem es am Vortag wunderbares sonniges Herbstwetter gewesen ist, muss man am Wandertag bereits das Haus mit dem Regenschirm verlassen. Es regnet! Mit Bahn und Bus wurde zunächst als Ausgangspunkt der Wanderung der Weinort Mundelsheim erreicht. Dort wird gerätselt: Geht es zum Aussichtspunkt Käsbergkanzel hoch oben im Weingebiet Käsberg, weiter zu den Felsengärten und hinüber nach Besigheim? Nein, in Mundelsheim geht es der Ortstraße, entlang schöner Fachwerkhäuser, hinauf zum alten Stadttor das einst zur Wehrmauer um den Ort gehörte. Im angebauten Fachwerk-Torhaus lebte einst der Torschreiber. Dieser führte Buch über die eingeführten Waren, musste Bettler und Landstreicher abweisen. Später wohnte dann der Ortsbüttel und Kuh-und Schweinehirten im Torhaus. Bemerkenswert ist auch in der reichen Ortsgeschichte von Mundelsheim, dass bereits 6000 v. Chr. erste Bandkeramik-Siedlungen auf der Markung ausgemacht worden sind. Mundelsheim selbst ist 1245 erstmalig urkundlich erwähnt. Die Wanderer gehen  an Weinbergen vorbei, weiter aufwärts zur Höhe. Grau das weite landwirtschaftliche Gebiet und es regnet nach wie vor. Regennass der Feldweg der zum Waldgebiet Pfahlhof führt. Noch wird gerätselt wo das Ziel der Wanderung ist. In der Nähe ist  das Gebiet um den Höhenzug Kälbling auszumachen und danach kommt  der Zugang zum  Wunnenstein. Geht es nach Winzerhausen hinein und hinüber nach Oberstenfeld? Nein, man wandert unterhalb des Wunnensteins im Wald weiter. Von Bäumen und Sträuchern tropft der Regen. Eine alte Waldhütte bietet etwas Schutz um Brotzeit zu machen. Dann geht es auf lang angelegter Waldstraße weiter. Wanderführer Dieter zerbricht sich den Kopf was er wohl angestellt hat, denn es ist bereits der zweite verregnete Wandertag den er führt. Dem etwas Ortskundigen wird beim Gehen unterhalb und entlang des Waldgebiets um den Wunnenstein langsam klar: Das Ziel kann nur Beilstein im Bottwartal sein. Aus dem Wald kommend ist dann auch weit entfernt, sonst grüne und bunte Weinberge, der heute graue Höhenzug des Langhans mit seiner Burg Hohenbeilstein auszumachen. Es regnet und langsam zieht sich trotz Schirm und Regenschutz die Nässe.in die Kleidung. Langgestreckt geht jetzt der Weg hinein nach Beilstein. Am Ortseingang taucht das Weingut Kromer auf, welche u.a. eine bekannte Besenwirtschaft betreiben. Hier ist die Schlußeinkehr vorgesehen. Zuerst mal die klammen Kleidungsstücke versorgt  Dann wird es im großen Wirtschaftsraum bald gemütlich, denn die bestellten Speisen werden rasch aufgetragen und es schmeckt vorzüglich. Warme Getränke und ein Viertele Beilsteiner munden. Natürlich wird den Wanderführern auch gedankt für die vorbereitete und durchgeführte Wanderung. Dass es immer noch regnet, dafür können Sie nun wirklich nichts. Trotz der Widrigkeit des Wetters ist die Stimmung der Wanderer gut und zufrieden. Wieder mit Regenschirm geht es dann später hinein ins Weinstädtchen Beilstein, von wo uns dann ein Bus durchs Bottwartal zur Bahn nach Marbach bringt und von dort zurück nach Ludwigsburg.  Es regnet noch immer! Der Wandertag und die abgegangene  interessante und schöne Wegstrecke kann ja zu einem späteren Zeitpunkt und bei sonnigem Wetter von Interessierten nochmal gegangen werden.

 

Wolfgang Staudenmayer