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Schwäb. Albverein e.V.

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Peter Mugele

 

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Goethestraße 6
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Stuttgarter Wälder

 

Rückblick auf die Wanderung „Aussichtspunkt auf Stuttgart“ vom 24.11.2013

 

Wieder einmal führte uns Hans Stöhr zusammen mit Ekkehard Pilz zu einer Wanderung in und um die Landeshauptstadt. Fünf verschiedene Aussichtspunkte auf die Stadt hatte uns Hans versprochen – wir waren gespannt.

Vom Marienplatz aus durften wir mit der „Zacke“, der bekannten Stuttgarter Zahnradbahn, bis zum Haigst hinauf fahren und ersparten uns dadurch den mühsamen Aufstieg. Vom Santiago-de-Chile-Platz erwartete uns der erste spektakuläre Ausblick auf den Kessel mit Rathaus und all den bekannten Gebäuden. Selbst unser Wüstenrot-Hochhaus in Ludwigsburg war noch gut zu erkennen.

Dann ging’s zum Rößleweg, dem bekannten Wanderweg, der rund um die Stadt führt. Seitab von diesem Weg erwartete uns ein weiterer herrlicher Blick vom Teehaus im Weißenburgpark. Im Sommer ist das ein beliebtes Ausflugsziel. Uns beeindruckte besonders der Marmorsaal mit seinem Mosaikfußboden und den Kronleuchtern. Das Teehaus gehörte einst als Gartenhaus zu einer Fabrikantenvilla, die allerdings 1964 abgerissen wurde.  Der Weißenbugpark ist heute eine öffentliche Grünanlage mit Spielplätzen und Aussichtsterrassen.

Da durch die tief eingeschnittene Bopserklinge kein Wanderweg führt, ging es zurück auf den Rößleweg. Dass wir uns in einer der besten Wohnlagen Stuttgarts befanden, merkten wir nicht nur an den edlen Wohnhäusern und den davor geparkten hochpreisigen Autos, sondern auch an den Hunden, die hier im Wald spazieren geführt wurden. Mit dem stolzen Besitzer eines chinesischen Faltenhundes hielten wir ein kleines Schwätzchen und kurz darauf begegneten wir noch einem rassigen Windhundpaar!.

Weiter führte der Weg durch den noch immer herbstlichen Wald zu Aussichtspunkt Nummer 3, der Schillereiche. Sie wurde 1865 gepflanzt vom Stuttgarter Verschönerungsverein zum Gedenken an Friedrich Schiller, der im angrenzenden Bopserwald seinen Freunden erstmals aus seinem Freiheitsdrama „Die Räuber“ vorgelesen haben soll.

Auf der Gemarkung Wangen steht die Schillerlinde, die zum hundertsten Geburtstag von Schiller gepflanzt wurde. Leider ist sie durch Blitzschlag an diesem ausgesetzten Landschaftspunkt stark beschädigt. Mit den Mitteln der Baumchirugie wurde sie aufgepäppelt, hat auch stark ausgetrieben, wird aber wohl nicht mehr der stolze Baum von einst werden. Auch hier boten sich erneut herrliche Ausblicke.

Oberhalb von Hedelfingen führte uns der Rößleweg durch eine ausgedehnte Schrebergarten-Landschaft mit lauter typischen gut gepflegten schwäbischen „Stückle“. Auf dem Weg hinab ins Neckartal nach Hedelfingen erwartete uns ein letzter Höhepunkt. Von der Schutzhütte „Schützenhäusle“ aus schweifte der Blick über den Fluss und auf  ausgedehnten Weinberge. Die Stadtteile Sillenbuch und Rohracker waren gut zu erkennen und im Tal waren die auffälligen Gebäude von Mercedes-Benz-Arena und Mercedes-Benz-Museum auszumachen.

Noch ein letzter Blick auf das herrliche Panorama und dann ging’s hinab nach Hedelfingen, wo wir im Gasthof „Hirsch“ mit griechischen Köstlichkeiten verwöhnt wurde. Ein herzliches Dankeschön für diese schöne Wanderung mit vielen landschaftlichen und historischen Besonderheiten ging an Hans und Ekkehard für ihre Mühe bei der Ausarbeitung und Durchführung dieser Tour. Stuttgart ist eben immer eine Wanderung wert!

Text: Christa Mugele
Fotos: Horst Weller (3), Hans Stöhr (1)