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Startseite > Rückblicke 2016 > 24.01.2016 Durch Stuttgarts Süden zum Bopser

 

 

 

Rückblick auf die Wanderung

„Durch Stuttgarts Süden zum Bopser“

vom 24.1.2016

 

Auf eine Wanderung durch Stuttgart und in die Stuttgarter Wälder nahmen uns Günter König und Ursula Bleil an diesem Sonntag mit und es wurde eine spannende Tour.

Beim S-Bahn-Ausgang Schlossgarten kamen wir mitten hinein in die Bauwüste von Stuttgart 21, aber dann ging es weiter am Schauspielhaus, an der Oper und am Landtag vorbei und schließlich über die Staatsgalerie zur Musikhochschule. Musikhochschule? Ja, tatsächlich, da ist am Sonntag geöffnet (irgendwo fand ein Konzert statt). „Hier könnt Ihr aufs Klo gehen“, meinte Günter. Oh ja, sehr praktisch, denn bei Stadtwanderungen kann das mit den menschlichen Bedürfnissen oftmals schwierig werden. Aber dann die Überraschung - wir durften hinauffahren in den 11. Stock und erlebten eine herrliche Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Wälder und Hügel: Burgholzhof, Birkenkopf, Frauenkopf, Bismarckturm und dazwischen gestreut kleine Weinberge. Ja, der alte Spruch von der „Großstadt zwischen Wald und Reben“ ist nicht übertrieben!

Nach diesem ersten „Highlight“ ging es bergauf zur Eugenstaffel, die zum Eugensplatz hinaufführt. Diese Treppenanlage ist eine von ungefähr 400 in Stuttgart und hat über 170 Stufen. Wir kamen etwas außer Atem aber sonst wohlbehalten oben an, direkt unter dem Galatea-Brunnen, einer opulenten Brunnenanlage, deren Bau 1884 von Königin Olga angeregt und finanziell unterstützt wurde. Die Bronzefigur der Meeresnymphe Galatea (die „Milchweiße“) steht auf einem reich mit Fischen, Meereswellen und Putten verzierten Sockel. Günter erzählte uns eine nette Geschichte dazu: Einige prüde Stuttgarter nahmen Anstoß an der kaum bekleideten Nymphe. Darauf drohte die verärgerte Königin damit, die Figur umdrehen zu lassen, so dass sie mit dem nackten Hintern zur Stadt gestanden hätte. Das brachte dann die Proteste zum Verstummen!

Gleich nach dem Eugensplatz trafen wir auf eine Stele, die Vicco von Bülow, dem berühmten „Loriot“ gewidmet ist und die von einer Mopsplastik gekrönt wird, seiner Lieblingshunderasse: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“.

Dann ging es weiter hinauf zur Diemershalde. Das ist eine lange Straße, an der sich eine prächtige Villa aus der Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert an die andere reiht und die auf der anderen Seite ständig freie Ausblicke auf die Stadt ermöglicht. „Schöner wohnen“ in Stuttgart! Schließlich wieder ein Stück abwärts und zur nächsten Staffel, dem „Oberen Reichelbergweg“. Hier kam auch endlich ein wenig die Sonne heraus. Schließlich kamen wir auf die Bopserwaldstraße und wanderten hinauf zum Wald. Wir machen Mittagsrast an der Schillereiche, wieder bot sich ein schöner Blick auf unsere Hauptstadt. Im Bopserwald soll Schiller seinen Mitschülern von der Hohen Karlsschule aus den „Räubern“ vorgelesen haben. Unser Blick ging auch hinab zum Teehaus im Weißenburgpark; wir nahmen uns aber die Zeit für den Abstecher nicht mehr, sondern blieben im Wald auf dem „Olgaweg“, einem Teil des bekannten Rößleweges. Zum Teil war der Weg hier noch vereist und man konnte nur am Rand sicher gehen. Nur Horst war so klug gewesen, seine „Eisigel“ einzupacken und war damit klar im Vorteil. So kamen wir zur Geroksruhe, überquerten die verkehrsreiche Straße und waren schon wieder im Wald, denn ein weiterer Höhepunkt wartete auf uns: die Dürrbachklinge, eine Schlucht, die durch den Dürrbachwald nach Rohracker führt. Diese Frischluftschneise ist für den Stuttgarter Talkessel sehr wichtig. Dann lag der romantische Dürrbachweiher vor uns, ein künstlich angelegtes Gewässer, das Lebensraum für viele Tiere bietet. Mit Bus und U-Bahn ging es schließlich noch zur Einkehr im Schlachthof, wo uns der Gaisburger Marsch und die geschmorten Schweinebäckle sehr gut schmeckten und natürlich auch das Bier dazu. Vor dem Lokal stehen verschiedene Schweineskulpturen, fast in Lebensgröße, denn hier befindet sich das Schweinemuseum, das auf drei Etagen Schweinefiguren in allen Spielarten zeigt. Ein herzliches Dankeschön, liebe Ursula, lieber Günter für diese abwechslungsreiche Wanderung, die uns mal wieder einige unbekannte Ecken unserer Landeshauptstadt nahegebracht hat.

Text: Christa Mugele

Fotos: Gerda Potzel