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Startseite > Rückblicke 2016 > 21.02.2016 Auf dem "Guck"-Weg nach Aspach

Auf dem "Guck"-Weg nach Aspach

33 Wanderfreunde wandern am 21.Februar 2016 von Steinheim zum Forsthof, weiter zur Sinzenburg, nach Völkleshofen, Einöd, Kleinaspach und es gab viel zu gucken (sehen).

Vom Wetter nicht gerade verwöhnt ist es heute von oben trocken und Wanderführer Günter König und Frau Ursula Bleil begrüßen in Steinheim die Wanderer, wohin man mit Bahn und Bus gekommen ist. Günter beschreibt den Tagesablauf und gibt wichtige Hinweise zum Wanderverhalten kund. Ganz in der Nähe steht die alte Tenderlokomotive aus dem Jahr 1918. Als "Entenmörder" bekannt war sie früher auf der Eisenbahn-Schmalspur Marbach-Beilstein-Heilbronn eingesetzt. Defekt und angerostet soll sie jetzt nach Ochsenhausen zur Restauration und Altersruhe kommen. Wir gehen an der alten Bottwarmühle vorbei, wo noch ein Wasserrad aus dem Jahr 1886 läuft. Steinheim ist bereits zur Römerzeit (90-200 n.Chr.) besiedelt, hat eine wechselhafte Geschichte aufzuweisen und ist wert näher erkundet zu werden. Das alte schöne Fachwerk-Rathaus, das Urmensch-Museum mit dem 1933 gefundenen Schädel eines Urmenschen, dem "Homo steinheimensis", das Gerippe eines Steppenelefanten, dem "Steppi", dessen Nachbildung auf der Verkehrsinsel am Ortseingang steht. Es geht durch den alten Ortskern hinaus und hinauf auf die Hochebene, dem Gewann Ziegeläcker, hin zum Fosthof. Weit geht der Rundumblick zum Wunnenstein, Köchersberg, Forstberg, bei Oberstenfeld, zum Waldgebiet Benning und den vorgelagerten steilen Weinbergen, hin zu den Weilern Lehr-und Birkenhof nahe beim Steinheim-Haus. Kurze Rast dann bei Ludwig Uhland, einer Station des Marbacher Dichterwegs. Viel Regen der vergangenen Tage hat auf weiter Wiesenfläche einen riesigen See hinterlassen. Beim Forsthof geht es dann in die Wälder um den Griesberg hinein. Die Forststraßen sind gut zu gehen und stetig etwas aufwärts kommt man aus dem Wald hinaus ins Weinberggebiet des Harzberges. Dort wieder der Blick hinaus ins Land um Großbottwar. Dann ist man wieder im Waldgebiet Hälden unterwegs. Am Weg liegt viel geschlagenes Buchenholz. Trockenes Wetter läßt die Wanderer gut vorankommen. Rast wird auch gemacht und bald wird beim Weiterwandern in der Ferne die Burg Lichtenberg sichtbar. Aus dem Wald kommend erreicht man dann den Gasthof Neuwirtshaus. Auf der Hochebene inmitten Baumwiesen und Feldern liegt in der Nähe der Weiler Sinzenburg. Beim Weitergehen ernennt sich Günter zum "Sonnenkönig", zeigt sich doch der Horizont klar und sonnig. Nun geht es entlang einem Segelflugplatz zum Ort Völkleshofen. Am Ortsausgang ist ein alter historischer Brunnen zu sehen. Beleuchtet kann man 35 Meter tief hinunter zum Brunnenboden sehen. Am Grund plätschert Quelllwasser. Unser Weg führt uns weiter, jetzt bergab, durch lichten Buchenwald und feuchte Wiesen zur Straße nach Einöd und ins Rohrbachtal. Der Weiler Einöd, teilweise gepflegt, aber auch mit einigen alten aufgelassenen zerfallenen Bauernhöfen, wird erreicht und Kleinaspach ist nicht mehr weit. Dort angekommen geht hier der Blick entlang des Tals, hin zur alten Kelter von Kleinaspach und den Weinbergen beim hochgelegenen Weiler Vöhrenberg. Vor uns dann am Hang das große Areal "s Dörfle" der Familie Ferber mit seinen historisch anmutenden Häusern und einer kleinen Kirche. Wir kehren dann im "Sonnenhof", dem Familienunternehmen der bekannten Sängerin Andrea Berg, ein. Es ist ein im Blockhausstil erbautes Haus. Gewaltig die Holzbalken-Konstruktion, groß und vielfältig die Räumlichkeiten in der wir gemütlich sitzen können. Schnell werden wir gut mit Essen und Trinken, Kaffee und Kuchen versorgt. Immer ist Günter um seine Wanderer besorgt, wie er auch den ganzen Tag über etwas zur Umgebung der durchwanderten Landschaft zu sagen wußte. Er und Ursula haben einen wunderschönen Wandertag vorbereitet und uns erleben lassen. Ein herzliches Dankeschön! Weiter so!

Über Backnang, Marbach, Ludwigsburg kehren wir zufrieden heim und freuen uns, wenn wir wieder einmal mit "Sonnen-König" Günter und seiner Ursula unterwegs sein können.

Bericht und Bilder: Wolfgang Staudenmayer

plus Bilder von Gerda Potzel