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Startseite > Rückblicke 2016 > 10.04.2016 Vogelkundliche Führung in den Zugwiesen
Vogelkundliche Führung

Rückblick auf die vogelkundliche Wanderung vom 10.4.2016

 

Bereits zum dritten Mal begaben sich die Ludwigsburger Albvereinler auf eine vogelkundliche Führung mit Prof. Dr. König durch die Zugwiesen. Die Wanderung begann mit botanischen Besonderheiten: Prof. König zeigte uns das Gelbe Buschwindröschen, das im Gegensatz zu den weißblühenden Exemplaren sehr selten ist. Üppig blühte auch der hohle Lerchensporn in violett und weiß an den Hängen des Otto-Konz-Weges.

Und dann lauschten wir auf die vielfältigen Stimmen der Vogelwelt: der Zilp-Zalp rief seinen Namen, eine Mönchsgrasmücke war zu hören, das Trommeln des Buntspechts, das der Partnerfindung und der Reviermarkierung dient und später immer wieder das Kreischen der Graugänse.

Die Zugwiesen zeigten sich in voller Frühlingspracht. Überall spross frisches Grün; gegenüber ragten die Felswände von Poppenweiler auf – wäre nicht beständig das Geräusch der Landesstraße zu hören, man könnte glauben, mitten in einem abgelegenen Naturschutzpark zu sein. Die Renaturierung war entschieden ein großer Gewinn für Ludwigsburg. „Dort drüben sehen Sie eine Goldammer“, erklärte Prof König. „Wo, wo?“ Wir schauten durch sein Spektiv, das eine 2000-fache Vergrößerung  bietet und sahen den kleinen Vogel mit der goldgelben Brust durchs Gras hüpfen. Über uns rauschten drei Graugänse mit kräftigen Flügelschlägen hinweg, einige Kormorane saßen am Wasser und ließen ihre weit ausgespannten Flügel in der Sonne trocknen.

Prof. König zeigte uns die Eisvogelröhren, die in künstliche Brutwände aus Beton eingelassen worden sind und als Bruthilfe von den Tieren gut angenommen werden. Eine Teilnehmerin erzählte uns, dass sie in den Zugwiesen schon mehrfach Eisvögel beobachten konnte. Eine Nisthilfe für Wasseramseln war dagegen nicht so erfolgreich. Ein Kasten ist unter einer Brücke aufgehängt worden, wie es die Wasseramsel liebt, aber leider sofort von Spatzen mit Beschlag belegt worden. Interessant auch der „Fischscanner“, der gerade in einem Umgehungsgerinne installiert wird. Mit Hilfe dieser Einrichtung wird es möglich sein, in Zukunft die Anzahl und Art der Fische zu erfassen, die hier vorbeischwimmen.

Der Höhepunkt unserer Beobachtungen war wieder der brütende Uhu, wunderbar zu sehen mit dem Spektiv. Im letzten Jahr waren wir später dran im Jahr und konnten sehen, wie die Jungtiere vom Altvogel gefüttert wurden. Dieses Jahr war das Brutgeschäft noch in vollem Gang. Blässhühner, ein Gänsesäger und Höckerschwäne waren mit dem Fernrohr ebenfalls sehr schön zu beobachten. Ganz besonders gefiel uns ein Seidenreiher in seinem reinweißen Gefieder mit der typischen „Federlocke“ am Hinterkopf. Er brütet nicht bei uns sondern befindet sich nur „auf der Durchreise“.

Es war wieder wunderschön, die Natur in den Zugwiesen zu beobachten. Bei der Schlusseinkehr im „Hotel Huhn“ bedankte sich Werner Brekle ganz herzlich für die spannende Führung und wir alle danken Werner dafür, dass er uns diese Wanderung durch seine Kontakte zu Prof. König ermöglicht hat.

Text: Christa Mugele

Foto: Prof. König