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Startseite > Rückblicke 2016 > 05.06.2016 Durch Bruchsaler Hohlwege
Bruchsaler Hohlwege

" DURCH  DIE  BRUCHSALER HOHLWEGE "

Selten wandert man in der Kraichgauer Landschaft mit Ihrer Vielfalt und Eigenart. Charakteristisch und prägend sind da z.B.die noch  vorhandenen Hohlwege um Bruchsal.

Diese Landschaft hat Wanderführer Günter König und Ursula Bleil erkundet und hat am Wandertag einen dieser Hohlweg-Pfade mit 29 interessierten Wanderfreunden begangen. Ein Vorhaben das auch zu einem späteren Zeitpunkt zu weiteren Wanderungen in dieser Gegend um Bruchsal von Günter angeboten wird.

Vom Bruchsaler Schloß aus, ein schöner Barocker Bau mit prächtigen Fassaden, vor allem berühmt durch  ein eindrucksvolles Treppenhaus von Baumeister Balthasar Neumann und " Krone aller Treppenhäuser " des Barockstils ist, kommen wir durch  Parkanlagen aufwärts zum einstigen Lustschlösschen und Schießhaus " Belvedere ", von wo man früher schönen Blick ( heute stehen dort große alte Bäume ) zum Schloß und der Stadt hatte. Durch Wohngebiete mit gepflegten vorgelagerten Gärten geht es weiter aufwärts zur Hochebene. Dann der erste Hohlweg, " Namenlos ", flach und eben zwischen Wiesen- und Obstbaumflächen der hin zur Rohrbach- und Eisenhut-Höhe führt. Weißdorn, Holunder und Strauchwerk grenzen den Weg ab. Hoch steht das Gras auf den Wiesen. Hohlwege haben sich oft tief in die Landschaft eingeschnitten, vom Regen ist der Lössboden ausgewaschen, ist von Fuhrwerken und Menschen eingegraben worden. Bereits zur Steinzeit und den Römern ist z.B. Bruchsal Knotenpunkt vieler Wege, weil man den Kraichgau  besser überqueren konnte als Odenwald und Schwarzwald. Wir wandern auf der Hochfläche durch  weites Ackerland und kommen zur Rohrbachhöhe und Eisenhut. Hier wird Rast gemacht. Ein großer alter Sandsteinblock ist Richtungsweiser zu verschiedenen Standorten, eine Grabstele erinnert an die Person Anton Eisenhut, welcher Anführer desr Bauernaufstands war und 1525 in Bruchsal hingerichtet worden ist. Später geht es weiter in Richtung Rohrbachhof. Jetzt gehen wir durch  einen richtigen Hohlweg welcher mit Bäumen überwölbt sich tief ins Gelände eingegraben hat. An den Böschungen steht wieder Weißdorn und blühender Holunder, blau leuchtet Kornblume, Wegwarte und lila die Skabiose aus vielfältig hohen Gräsern. Walder m Weg ist es erholsames wandern. Talwärts kommt man zum Rohrbachhof, mit Straußenschenke und Musikevents. Dort dann im Wald aufwärts wird ein weiterer Hohlwag erreicht. Jetzt tief eingegraben, steil,  durch  die vergangenen Regentage nass und matschig, dunkel von hohen Bäumen und wucherndem Strauchwerk überdacht, geht es die sogenannte " Kreuzhohle " hinab. Die Böschungen mit feuchtem Wurzelwerk, Todholz und sandigem Boden, bieten für Fuchs und Dachs Gelegenheit hier ihre Nisthöhlen zu graben wovon frisch ausgeworfene Erde zeugt. Man ist froh aus diesem feuchten dunklen Hohlweg wieder in freies Gelände  zu kommen. Wir sind im Gewann Tiefental, eine breite Talmulde mit weichen Hügelformen. Wald, Wiesen und  Ackerflächen umgeben uns. Hoch steht Weizen und Gerstensaat, Maiskorn keimt und  rundum ist vielfältig die Farbe Grün. Auf ebenem Weg gehen wir jetzt der " Tiefenbachhohle " entlang. Nach einer Rast, Günter kann dabei immer Wissenswertes vermitteln, Fragen beantworten, geht man dann im Tal weiter. Müssen nochmals durch  Waldgebiet hinauf und dann bequem hinunter zu den Ausläufern des Wohngebiets Bruchsal. Geschafft ! Am alten Schlachthof vorbei, ein denkmalgeschütztes Jugendstilgebäude, kommen wir zur Gaststätte Graf Kuno. Bei der Schlußeinkehr werden wir gut mit Essen und Trinken versorgt und Günter kümmert sich, daß alle Wanderfreunde zufrieden sind. Ausserdem haben.

Günter und Ursula haben uns einen wunderschönen Wandertag geboten., uns viel über die umgebende Landschaft vermittelt und uns neugierig gemacht auf weitere Bruchsaler Hohlwege. Was die Wanderfreunde besonders freute, "Sonnenkönig" Günter hat einen regenfreien, fast sonnigen Wandertag geboten. Ein herzliches Danke!

Nach der guten Einkehr machten sich einige auf hinein zum Bahnhof Bruchsal zu wandern. Einige kamen bequem per Nahverkehr dorthin. Gemeinsam kehrten wir aber nach Ludwigsburg zurück um dort eventuell noch  durch  einen Regenguss überrascht zu werden.

 

Text: Wolfgang Staudenmayer
Bilder: Gerda  Potzel und W.Sta.