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Startseite > Rückblicke 2016 > 12.06.2016 Jahresfahrt Fränkische Schweiz
Jahresfahrt "Fränkische Schweiz" vom 12. Juni bis 17. Juni 2016

Die Senioren des Schwäbischen Albvereins trafen sich pünktlich am Busbahnhof um mit dem Hassler­ Bus und unserem zuverlässigen Fahrer, Walter Nuoffer, die Fahrt anzutreten. Als alle Koffer, Wanderstöcke, Rucksäcke,  Schirme verstaut waren ging es los.

Über die Autobahn Richtung Nürnberg Fürth, liebevoll begrüßt und kompetent vom Ehepaar Tauscher unter Mitwirkung des Ehepaars Schuster vorab mit Informationen versorgt.

Nach der Begrüßung erwartungsvolle Stimmung, trotz des grauen, wolkenverhangenen Himmels. Nach der ersten "technischen" Pause, in der wir mit Kaffee und Butterbrezeln versorgt wurden, ging es weiter nach Ebermannstadt, wo wir in den MUSEUMSZUG,­ unser erster Programmpunkt ­ stiegen. Er führt durch das Wiesenttal, Länge der Strecke ca. 15 km. Wir bekamen einen ersten Eindruck von der bewaldeten, felsengesäumten Landschaft entlang der Wiesent, die bei Forchheim in die Regnitz mündet. Während derZugfahrt sahen wir immer wieder Paddler auf der Wiesent, die uns fröhlich zuwinkten. Vorfreude auf weitere Highlights, angesichts dieses stimmungsvollen Auftakts.

 In der Behringersmühle, der Endstation des Museumzuges, aßen wir zu Mittag, machten einen kleinen Erkundungrundgang ,um dann mit dem Bus in unser Standquartier " Alte Post " in Obertrubach zu fahren. Dieser Ort liegt im oberen Trubachtal. Von Norbert Tauscher erfuhren wir , dass die erste Erwähnung 807 n.Ch. durch Schenkung von Kaiser Heinrich II an das Bistum Bamberg stattfand. Hier möchte ich gleich die hervorragende Vorbereitung auf diese Reise durch unsere Wanderführer hervorheben.

Nach dem Zimmerbezug und dem Abendessen, ließen wir den ersten Tag im Frankenländle mit einem Glas Wein , oder Bier gemütlich ausklingen.

Am Montagmorgen ging es dann mit dem Bus durch`s Trubachtal über Forchheim nach Bamberg, zur Fränkischen Kaiser und Bischofstadt  im Tal der Regnitz. Ein ortsansässiger Reiseleiter begleitete uns auf dieser Fahrt. Unsere beiden wanderführenden Ehepaare konnten sich zurücklehnen  und mit uns die Landschaft genießen . Kleine Dörfer mit ihren Fachwerkhäusern, umgeben von Fels, Wald und Wiesen, hin und wieder eine Burg . Einfach traumhaft !!

Angekommen in Bamberg, zunächst Umstieg in einen Oldtimer, denn es ist verboten mit großen Reisebussen in die Stadt hinein zu fahren.Hier begleitete uns ein junger Student.Smart und wortgewandt beantwortete er Fragen und zeigte uns die Alt­u.Neustadt Bamberg. Unser Reiseleiter,Herr Müller, für Bamberg und später auch für Forchheim, zeigte uns das sehenswerte, farbenfrohe "Alte Rathaus ", inmitten der Pegnitz , von einer Brücke aus. Am Domplatz dann der imposante, prächtige " Bamberger Dom " eingeweiht am 06. Mai 1012. Dieser Dom mit seiner romanisch, gotischen Gestalt, seinen vier hochragenden Türmen,den Gewölben, Pfeilern und Bildwerken ,ist seit mehr als eintausend Jahren der Mittelpunkt des Bistums Bamberg.  Hier ruhen in einer Kapelle die Häupter des Bistumsgründer Heinrich des II und seiner Gemahlin Kunigunde in einem Glasschrein auf einer Stele. Der berühmte " Bamberger Reiter " ein steinernes Standbild aus dem 13. Jahrhundert findet man auf einem Chorpfeiler.  Nach so viel ehrwürdigen Staunens ,ob der Baukunst vergangener Jahrhunderte, gingen wir hinauf in den duftenden Rosengarten. Wir bewunderten Rosen in allen Schattierungen und Farben. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir die Fotoapparate zücken. Auf dem Rückweg, hinunter in die Stadt genossen wir ­ je nach Laune, ein Eis, Nürnberger­le , oder ein Bamberger Rauchbier . Jeder fand , was ihm schmeckte. Beschwingt und froh, ob des gnädigen Himmels (nur ein kurzer Schauer) fuhren wir , wieder in unserem Bus sitzend, nach Forchheim.

Forchheim, das Südliche Tor zur Fränkischen Schweiz, mittig  zu den Touristenzentren Nürnberg und Bamberg gelegen,hat Viele Fachwerkhäuser, Renaissancebauten und eine alte Stadtmauer,die von einer mittelalterlichen Vergangenheit künden.  Bereits urkundlich um 805 n. Ch. erwähnt, später unter Karl dem Großen war Forchheim eine Schenkung an das Bistum Bamberg. Ein Spaziergang durch Forchheims Hauptstraße und der Besuch der Martinskirche, deren Bauteile aus dem 11.bis 16. Jahrhundert stammen, rundeten das Bild ab. Nach einem erlebnisreichen Tag chauffierte uns Walter Nuoffer sicher nach Obertrubach zurück. Am Dienstag, nach einem , wie jeden Tag , reichhaltigem Frühstück ,wanderten wir im Aufsesstal. Sie fließt durch ein tief eingeschnittenes Waldtal nach Doos. Wetterbedingt machten es sich einige von uns bereits in der näheren Kuchenmühle bequem. Glück ! Denn es gab frische geräucherte Forellenfilets die reichlich Anklang fanden. Nach der Rückkehr in die Kuchenmühle hatten die Langwanderer das Nachsehen. Sie mussten mit anderen Speisen vorlieb nehmen. Die Kuchenmühle war ein romantisches Plätzchen mit einem  noch intakten Mühlrad. Später besuchten wir dann noch die weithin bekannte Basilika Gößweinstein.Sie wurde zum Dreifaltigkeitsfest 1739 eingeweiht. 1948 durch Papst Pius XII zur Basilika minor erhoben.An den baulichen Maßnahmen war u.a. der berühmte Baumeister seiner Zeit , Balthasar Neumann beteiligt. Am Mittwoch waren wir zunächst wieder wandernd unterwegs.Wir fuhren mit unserm Bus nach Betztenstein, zur kleinsten Stadt der Fränkischen Schweiz. Hier durchwanderten wir das Scheunenviertel und das " Naturdenkmal " Klauskirche ", eine Durchgangshöhle. Danach folgte eine Überraschung, denn ein  Abenteuer ­ Kletterwald tat sich vor uns auf. Über Netzbrücken,auf verschiedenen Höhen, Seilen von Baum zu Baum, ein Parcours mit über 120 Brücken zwischen Felsen, Höhlen und alten Buchen. Überhaupt ist dieses Gebiet , durch die hohen Felsen für das Klettern bestens geeignet. Ein Besuch der " Teufelshöhle " schloss sich an. In ca. 45 Minuten erfährt man alles Wichtige über die größte Tropfsteinhöhle der fränkischen. Schweiz. Wunderschöne Tropfsteingebilde, sogar ein " Höhlenbärenskelett erwartete uns.

Unsere Wanderung am Donnertag war ein absolutes Highligt. Wir fuhren von Obertrubach über Pretzfeld nach Schlaifhausen. Keine leichte Aufgabe für unseren Busfahrer. Es ging weit hinauf zum Parkplatz.

Wanderung zur " Ehrenbürg ", dem "Walberla " war angekündigt. Wir wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil !  Die Ehrenbürg ist ein 531,9 m hoher Zeugenberg im Vorland der Fränk. Alb. mit einer Doppelkuppe. Die Nördliche ist das " Walberla". Darauf befindet sich die Walburgis Kapelle. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist der Hl. Walburga, geweiht, der Namensgeberin für das " Walberla ". Vor der Kapelle steht eine Bronzefigur der Hl. Walburga. Wir krackselten,­ leider bei Regen auf beide Kuppen, wurden belohnt mit einem traumhaften Blick ( trotz Regens ) auf die Dörfer weit unter uns. Staunend nahmen wir die vielen schönen , farbigen Pflanzen wahr, die auf dem Berg wuchsen. Später im Gasthaus ließen wir das Gesehene noch einmal Revue passieren bei Speisen und Getränken aus der Region. Leider setzte sich das schlechte Wetter auch am Abreisetag , dem Freitag fort.  So fiel eine für den Morgen vorgesehene Abschlusswanderung buchstäblich ins Wasser. Mit Spielen und Gesprächen verbrachten wir die Zeit bis zum Mittag. Eine deftige Suppe zum Abschied, dann fuhren wir wieder über die Autobahn zurück in unser Schwabenländle, Winkend verabschiedet von Familie Ritter. Resümee : wir waren bestens untergebracht und sehr gut versorgt im Haus der Fam. Ritter " Alte Post ". Wir konnten den Ort Obertrubach erkunden, mit seinem " Tante Emma " Laden, , der Kirche, der 3 Glocken davor, der kleinen Mariengrotte, der Bäckerei, in der wir frisches Bauernbrot für zu Hause einkauften. Die nähere Umgebung,u.a.den therapeutischen Wanderweg und um Obertrubach und und und ....

Doch unser letztes Wort gilt unseren umsichtigen und hervorragend vorbereiteten Wanderführern.  Die viele Arbeit im Vorfeld mit allem was dranhängt, Vorwanderungen mit dem Auto die gesamte Strecke festlegen. Die Wanderungen und das Kulturelle vorbereiten, das Standquartier aussuchen,das alles erfordert viel Zeit und Idealismus. Dafür, und dafür dass alles so gut geklappt hat, der Bus, der bewährte Busfahrer Walter Nuoffer , für all das möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Die Tatsache,dass dies ( vielleicht ? ) unsere letzte Senioren­Jahresfahrt war, ist bedauerlich. ­Aber auch verständlich. Alles Gute und weiterhin , bleiben Sie gesund. 

Bericht: Erika Rothweiler
Bilder: Irmgard Roller