Aktuelles
NEU: Rückbl. auf Pulverdingen-Unterriexingen am 26.11.2017
NEU: Monatsplan 12/2017
Rückblicke und Monatsplan
Mitgliedsbeiträge ab 01.01.2015
Veranstaltungen des Hauptvereins
 
Informationen

Schwäb. Albverein e.V.

Ortsgruppe Ludwigsburg
Peter Mugele

 

Telefon: 07141 - 925152
Goethestraße 6
71638 Ludwigsburg 

mugele-ludwigsburg@t-online.de

Startseite > Rückblicke 2016 > 07.08.2016 Wasser-, Wald- und Wiesenpfad
Calw

Am 7. August 2016  wird von  Calw aus entlang der Nagold zum Rötenbach, hinauf zum Stubenfelsen, Wölflesbrunnen, Schwarzwildgehege, Calwer Schaffot, Felsmassiv Gimpel, Calw, gewandert. Eine Wasser, Wald und Wiesenpfad-Wanderung.

 

 

Sonnen-KönigGünterund Frau Ursula Bleil haben diese Wanderung für die Ortsgruppe Ludwigsburg des Schwäb.Albvereins geplant, toll vorbereitet und interessant geführt.

Herzlich begrüßt Günter am Bahnhof Calw die Wanderfreunde, Mitglieder und Gäste und gibt einen Ausblick über den Tagesverlauf sowie einen Einblick in die Vaterstadt des Schriftstellers Hermann Hesse. Calw liegt eingebettet im Nagoldtal zwischen Naturschutzgebieten und historischen Besonderheiten, hat einen mittelalterlichen Ortskern mit schön gepflegten alten Fachwerkhäusern, romantisch winkeligen Gassen und Treppen. 1075   bereits urkundlich erwähnt, war Calw einst eine bedeutende Handelsstadt mit Tuch- und Lederhandel.

Wir verlassen die am Berg liegende Stadt und wandern im Tal der Nagold entlang auf dem Walkmühlenweg. Fürsorglich umgeht Günter einen steilen Anstieg zum Wald und wir erreichen so etwas leichter, halt der Autostraße entlang, den Ort Kentheim beim Rötenbachtal. Dort müssen wir aber dann doch  bergan gehen um das erste Wanderziel zu erreichen. Also tief Luft geholt und auf schattig schöner Waldstraße, tief unten ist der nicht einfach zu begehende schmale Pfad entlang des Rötenbachs sichtbar, erreichen wir die Abzweigung zum Stubenfelsen.

Dieses mächtige Buntsteinmassiv wäre allerdings auch auf engen Zickzackwegen am Waldsteilhang zu erreichen gewesen. Wir aber kommen bequemer von oben zum Felsausblick. Manche steigen dann auf schmalen Pfaden hinunter zum Fuß der aufgeschichteten, zerklüfteten und beeindruckenden Steinwand die mitten im dichten Wald aufragt. Weiter geht es dann stetig aufwärts durch  Hochwald und wir müssen später den Rötenbach überqueren. Noch haben wir die Schwarzwaldhöhen um Zavelstein und Calw nicht erreicht. Also aufwärts, wenn es den Wanderfreunden auch recht warm wird und man froh ist in der Nähe eines Waldbachs Rast, Schatten, Kühle und Vesperpause machen zu können. Später gehen wir dann kurz der Straße, von Zavelstein kommend, entlang. Der sonntägliche zahlreiche Ausflugsverkehr ist groß und wir sind froh bald wieder in den schattigen Hochwald mit hochaufragenden kerzengerade gewachsenen Tannen einzutauchen. Es ist ein ruhiges erholsames wandern auf den Höhen des Wimbergs und kommen so zum etwas abseits am Weg liegenden Wölflesbrunnen und einem Schwarzwildgehege. Wanderfreunde haben tatsächlich kleine Wildsauen versteckt im Gebüsch gesehen, während einige Wanderer schon am schauerlichen Ort dem sogenannten " Calwer Schaffot " befinden, Ab 1800 war hier für kurze Zeit eine Richtstatt aufgebaut. Über eine breite Steintreppe erreicht man den mannshohen runden Richtplatz, wo zur Erinnerung in knorrigem Holzblock ein Richtschwert eingelassen ist. Es ist zu vermerken daß Günter immerwieder auf Schautafeln am Weg hinweist welche wissenswertes vermitteln. So in Erinnerung ein Gedicht von Ludwig Uhland: "Der weiße Hirsch". Es lagen drei Jäger wohl unter dem Baum....... und das mit: Husch Husch ! Piff Paff ! Trara ! endet. Aus der Traum!  Wir nähern uns Calw. Viele Sonntagsausflügler , auch Wandergruppen, begegnen uns. Jetzt stetig abwärts, zum Schluß auf schmalen Steig kommen wir zum Aussichtsfelsen  "Gimpel".  Hier hat man einen schönen Blick hinab nach Calw. Der Felsblock ist von unten gesehen zerklüftet, in schrägen Schichtungen aufgebaut, hat Überhänge und Nischen. Ein gewaltiger Klotz. Wir sind müde geworden. Das stetige bergab strengt an. Aus Schwarzwaldhöhen kommend ist ´man überrascht wie die Landschaft sich in ein breites grünes Tal weitet, mit schönen Wegen am Hang, mit aufgelockernden vielartig verstreutem altem Baumwuchs und Schrifttafeln über Hermann Hesse am Weg, Immerwieder Verse lesend, nachsinnend, ist es fast ein besinnlicher Weg vollends hinab in den Talgrund nach Calw hinein. Aus schattigem Wald kommend spüren wir zunehmend die sommerliche Hitze. Wir gehen durch die mit Blumen geschmückten Fachwerkhäuser, ein Liebhaber für schöne Wirtshausschilder macht noch  schnell einige Fotos, dann aber schnell den Wanderfreunden  hinterher zum " Brauhaus Schönbuch " wo man Schlußeinkehr macht. Im luftig großen Brausaal kann jeder bestellen was Durst und Magen sich wünscht, kann ausruhen vom  erlebnisreichen schönen Wandertag.

Ein herzliches danke an Günter und Ursula welche uns die Landschaft um Calw näher gebracht, viel wissenswertes im Gespräch vermittelt und uns fürsorglich geführt haben.Es ist immer schön mit Euch  zu wandern!

Zu bestimmter Zeit müssen die Wanderfreunde, zufrieden mit dem Wandertag, aufbrechen um wieder heimatliche Gefilde zu erreichen.

Text und Bilder: Wolfgang Staudenmayer