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Startseite > Rückblicke 2016 > 16.12.2016 Hornmoldhaus

Zum Hornmoldhaus und Sternlesmarkt

Nur wenige Teilnehmer trafen sich am Bahnhof zur „Weihnachtstour“ nach Bietigheim. War der Weihnachtsstress schon zu groß? Gab es zu viele andere Veranstaltungen an diesem Termin?

Vom Bahnhof Bietigheim spazierte die Gruppe mit Ingrid Ollig und Christa Mugele durch die ‚Anlagen aus der Zeit der Gartenschau. An der Enz entlang ging es in Richtung Altstadt. Trotz schlechter Wettervoraussage schien die Sonne, was gut für die allgemeine Stimmung war. Beeindruckt standen wir vor dem Hochwasserstein, der die extremen Wasserstände zeigt, die von Enz und Metter bei früheren Überschwemmungen erreicht wurden. Am Japangarten überquerten wir die Enz und gingen durch das romantische Hexenwegle, eine schmale Gasse, die links von kleinen Häuschen und rechts von der Stadtmauer gesäumt wird. Passenderweise haben die Bewohner ihre Eingänge mit Hexenpuppen dekoriert. Dieser kleine Weg liegt ganz versteckt und doch unweit der Hauptstraße, die an Marktplatz und Rathaus vorbei zum Hornmoldhaus führt.

Unsere Führerin, Frau Hamich, begrüßte uns dort und zeigt uns voller Stolz „ihr“ Hornmoldhaus. In den siebziger Jahren sollte das völlig heruntergekommene Gebäude abgerissen werden und einem modernen Anbau für das Rathaus weichen. Anhand alter Fotos konnten wir sehen, dass das Haus wirklich in einem entsetzlichen Zustand war. Im Erdgeschoss war damals eine Bäckerei untergebracht, die die jetzt prächtig renovierte „Sommerstube“ als Kohlenlager nutzte, wodurch viele Wandmalereien unwiederbringlich verloren gegangen sind. Es gründete sich eine Bürgerinitiative, die tatsächlich erreichte, dass das geschichtsträchtige Gebäude saniert wurde und 1989 zur 1200-Jahr-Feier von Bietigheim eingeweiht werden konnte.

Im Jahr 1635 hatte Sebastian Hornmold das Haus erbaut. Vor allem die üppigen Wandmalereien an den Wänden begeistern heute die Besucher. Man hat das Gefühl, der Mantel der Geschichte wehe an jeder Ecke. Es gibt sogar noch alte Inventarlisten, die nach dem Tod von Sebastian Hornmold angelegt wurden, damit das Erbe korrekt abgewickelt werden konnte.

 

Im Anschluss war ein Gang über den „Sternlesmarkt“, den Bietigheimer Weihnachtsmarkt vorgesehen, um sich dort mit Essen und Getränken zu stärken. „Aber wir möchten eigentlich gerne wo hinsitzen“ meinten die Teilnehmer unisono. Ja, aber wo? „I woiß an guata Besa“ kam ein Vorschlag von einer Wanderfreundin, aber leider war der am Sonntagmittag gerammelt voll. Schließlich fanden wir im „Roßknecht“ doch noch genügend freie Plätze und konnten unser Essen im Sitzen einnehmen. Hinterher bummelten wir noch gemeinsam über den Sternlesmarkt und probierten den Glühwein und ein paar Weihnachtsbrötle. Thomas Bucic dankte Christa und Ingrid für diesen weihnachtlichen Wandersonntag.

Bericht: Christa Mugele

Fotos: Thomas Bucic