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Startseite > Rückblicke 2017 > 22.01.2017 "Ins Blaue"

Rückblick auf die Wanderung

vom 22.01.2017

“Ins Blaue”

 

Eisig kalt war es mal wieder an diesem Sonntag um 9 Uhr morgens, minus 10 Grad hatte das Thermometer gezeigt, aber die Wettervorhersage war gut, es sollte sonnig und trocken werden. Und das traf auch ein - es wurde ein wunderschöner Winterwandertag. Alle Teilnehmer waren nach dem “Zwiebelprinzip” dick und warm verpackt, da konnte gar nichts schief gehen.

Los ging es unter der Leitung von Dieter Mosdzien, assistiert von Ingrid Ollig, vom Bahnhof Freiberg aus, durch das Städtchen hinab an den Neckar, grobe Richtung Pleidelsheim. Unterwegs wurde schon eifrig gerätselt: Wo würde es heute wohl hingehen? … Ob es eine Einkehr in einem Besen geben würde, denn das mag der Dieter, das wussten wir ja. Auf Anfrage ließ er aber noch nicht viel heraus. Nur soviel: wir würden heute in einem Sternehotel einkehren, wo das Viertele nicht unter 6 Euro zu haben sei! Dabei grinste er aber so hählinge, dass wir natürlich kein Wort glaubten. Wir mussten uns also überraschen lassen!

Nun also weiter durch das Wiesental und auf dem Neckardamm. Auf dem Neckar tummelte sich eine große Anzahl Graugänse, Stockenten, ab und zu war ein Kormoran zu sehen. Am Ufer verharrte bewegungslos ein Reiher und wartete auf Beute. Plötzlich flog die Gänseschar auf und flog in V-Formation über unsere Köpfe hinweg, ein wunderbarer Anblick, fast wie damals bei Nils Holgersson!

Hinter Pleidelsheim ging es auf die Höhen hinauf auf den Radweg. Hier lag noch etwas mehr Schnee, alles war weiß überzuckert. Wir bewunderten die Aussicht nach Kleiningersheim hinüber und sahen immer wieder das berühmte Windrad im leichten Dunst auftauchen. Der Himmel war blau, die Sonne schien uns ins Gesicht und wir genossen ihre Wärme. Was für ein herrlicher Tag! Ein kleiner Vesperpausenaufenthalt folgte und dann lasen wir auf dem Wegweiser “Höpfigheim 3 km”. Sollte das der Endpunkt der Wanderung sein? Nein, das konnte nicht sein, es war noch viel zu früh.

Wir wandertern nun steil hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf und kamen schließich an der Oberkante des großen Steinbruchs an, der immer wieder von weitem zu sehen ist, wenn man in dieser Gegend unterwegs ist. Es folgte eine Höhentour durch die Weinberge mit schönen Ausblicken. “Hier war ich ja noch nie”, war immer wieder zu hören. “Wie schön ist es hier und das gar nicht weit von Ludwigsburg entfernt”. Schließlich mussten wir wieder hinab nach Mundelsheim und von dort ging’s auf dem Neckarradweg weiter nach Hessigheim. Man musste aufpassen, denn es gab immer wieder eisige Stellen. Niemand rutschte jedoch aus, alle kamen unfallfrei in Hessigheim an. Nun war uns alles klar: Hier würden wir in einem Besen einkehren. Es gab alles was das Herz begehrte in diesem rustikalen Lokal, von der Schlachtplatte bis zum Rostbraten und es schmeckte köstlich. Außerdem war’s auch recht preiswert, da freut sich doch jede schwäbische Seele, gell!

Alle Teilnehmer waren begeistert von dieser schönen Winterwandertour und bedankten sich vielmals bei Dieter und Ingrid für diesen gelungenen Sonntag.

Text: Christa Mugele

Fotos: Thomas Bucic