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Startseite > Rückblicke 2017 > 10.-17.09.2017 Herbstausfahrt in den Steinwald
vom 10. bis 17.09.2017
Herbstausfahrt in den

"Steinwald"

                                                                                                                        

Die diesjährige Ausfahrt führte uns ins Fränkische in die Oberpfalz.

Wissenswertes, Interessantes, über Fischzucht, über Wissenschaftliche Bohrungen, über Hochzeiten im Mittelalter, Wanderungen, Stadtbesichtigungen erwarteten uns und alles im Naturpark Steinwald....

Doch der Reihe nach.

Am Sonntag den 10.09.2017 ging es mit dem Bus von Ludwigsburg nach Pfaben, unserem Quartier. Vorher machten wir einen Bummel durch die Innenstadt Nürnbergs, die mächtige Burganlage, die gotische Basilika St. Lorenz. ein Besuch der ältesten Pfarrkirche der Stadt, die Fachwerkhäuser, all dies ließen wir bei einer Tasse Kaffee nach einem Eis, oder den berühmten " Nürnberger Würstchen ". auf uns einwirken, bevor es dann nach Pfaben / Erbendorf zu unserem Hotel "Steinwaldhaus" weiter ging.

Dank an dieser Stelle für die sorgfältige, exzellente Vorarbeit für die Reise an Erika und Peter Rosenow, die dieses " Kleinod "mitten in der ländlichen Landschaft des Frankenwaldes ausgesucht hatten. !!! Leider konnten sie beide als Wanderführer aus gesundheitlichen Gründen wie wir erfuhren, an dieser wunderschönen Reise nicht teilnehmen. Gute Besserung und alles Gute Euch beiden und ein großes DANKESCHÖN an Euch!!! 

Ja, das Steinwaldhaus hat uns allen schwer imponiert. Es war das beste Quartier ever !!

Inmitten des Naturparks Steinwald, am Südhang gelegen eine große Hotelanlage. Mit geräumigen, großzügig und mit viel Liebe für`s Detail, eingerichteten Zimmern.

Dann das Essen :

Essen fantastisch !!, Frühstück fantastisch! Bedienung sehr gut! Ruhiges Schlafen, kein Autolärm, stattdessen gute Luft Und dann noch die Attraktion eines sich langsam drehenden Bodens, einer Art Teller, so dass wir während der Mahlzeiten jeweils eine andere Blickrichtung bekamen.

Hinfahren !!

Nach dem Staunen, dem Begrüßungssekt, und dem guten Schlafen, fuhren wir am nächsten Tag nach Bayreuth. Bayreuth und Wagner, eine untrennbare Allianz. Wir begrüßten eine dort ansässige Reiseleiterin, die uns natürlich nicht nur zum Festspielhaus- zum "grünen Hügel " -führte, sondern auch zur Villa Wahnfried und zum Grab Richard Wagners. Cosima, Wagners Ehefrau und Tochter des Klaviervirtuosen Franz Liszt überlebte ihren Mann um 50 Jahre. Sie war es auch, die das Festival nach seinem Tod für die Familie rettete. Und auch den Wagner Kult begründete. Heute leitet Katharina, die Urenkelin Wagners die Geschicke der Festspiele.

Eine gänzlich andere Welt, die der " Teufels Höhle "in Pottenstein unserer nächsten Station erwartete uns. Eine Tropfsteinhöhle in der Fränkischen Schweiz. Die größte der ca. 1000 Höhlen mit stattlichen Stalagmiten und Stalaktiten.

Nach dem Abendessen sahen wir im Hotel eine MultiMedia Schau über den "Naturpark Steinwald ". Viele Tiere sind hier in der urwüchsigen Mittelgebirgslandschaft zu Hause.

Dienstag Kontrastprogramm: Wir besuchten eine Fischzucht in Mitterteich. Dort bekamen wir einen nachhaltigen Eindruck von der aufwendigen, auch anspruchsvollen Arbeit des Fischwirtschaftsmeister Thomas Beer. Er erläuterte uns Anhand der der Teiche, wie aufwendig Karpfenzucht vom Laich zum Speisefisch ist. Er führte uns durch das Gebiet der Teiche, erklärte Zusammenhänge für eine erfolgreiche Fischzucht. Anschließend durften wir in seiner Gaststätte geräucherte Forellen essen.  Komplettierung erfolgte durch das Fischereimuseum in Tirschenreuth.

Im Hotel erwartete uns ein weiteres High Light. Ein Schlemmer Menu!! Uns ging es also sehr gut. Daher war für den Mittwoch eine Wanderung vorgesehen.

Und zwar zum Ochsenkopf. 10 km ging es bergauf, zunächst im Regen, aber das Wetter besserte sich zusehends. Doch die Gondelbahn war nicht betriebsbereit und so fuhren die nicht so Mutigen mit dem Bus zum Fichtelsee. Auch nicht schlecht!!  Malerisch, dieser künstlich angelegte Stauweiher in einer bewaldeten Landschaft liegend. Hier im Lokal am See machten wir es uns gemütlich und erwarteten dort bei Kaffee und Kuchen unsere Wanderer vom Ochsenkopf.

Donnerstag gings dann zur Kontinentalen Tiefbohrung. Zum 83 m hohen Bohrturm bei Windischeschenbach. Beeindruckend! Tiefstes Loch der Welt 9100 m ! Die Idee, die kontinentale Erdkruste durch übertiefe Bohrung zu erforschen. Für Wissenschaftler aus aller Welt erkenntnisreich. Können sie doch nun herausfinden u.a. wie sich die Erdplatten der Urzeit verschoben haben. Es gibt neue Erkenntnisse über Ölbohrtechniken und Vieles mehr. Hochinteressant! Durch einen Film wurde uns Nichtexperten das Ganze verständlich vermittelt.

Anschließend, zur Entspannung dann ein ZOIGl Bier in einer Gaststätte. Oh, weh, Der Wirt hatte uns " vergessen ". Als Entschädigung sozusagen und zur Überraschung, bekamen wir dann aber am Abend vom Peter Mugele dieses Bier spendiert. Mit Dank!!

Am Freitag " leichte Kost. Wir besichtigten das tschechische Marienbad mit seinen repräsentativen Gebäuden, den vielen Hotels. Ein Eldorado für Kuren jeder Art. Es gibt dort diverse Mineralquellen die es ermöglichen Erkrankungen, der Gelenke, der Atmungswege u.a. entgegen zu wirken, oder zu lindern. Interessant die Führung allemal. Erfuhren wir doch viele Einzelheiten über Entstehung, Aufschwung, über die 40 Mineralquellen usw. Ein ereignisreicher Tag mit einem Bummel durch die Kolonnaden, mit modernen Wasserspielen. Kein Wunder, dass hier schon J.W.v.Goethe, wie auch Richard Wagner, Franz Kafka , Mark Twain ,um nur einige Berühmtheiten zu nennen, ihre Wellnesskuren absolvierten. Und das pompöse Leben genossen.

Das Franzensbad kommt eher schlicht daher. Nicht so viel Prunk, aber dafür schöne Gebäude im klassizistischen Stil, der Belle Epoque. Die Stadt liegt im Egerbecken. Eine der bedeutendsten Quellen ist die Franzensquelle nach Kaiser Franz II benannt.

Der Samstag gehörte wieder den Wanderern.

Es war überhaupt ein ausgewogenes Programm das der Albverein uns bot, bei dem jeder auf seine Art zufrieden sein konnte.

Also Wandern: Ca. 10 km, dieses Mal vom Hotel aus- leider im Regen. Unser dortiger Wanderführer sorgte dafür, dass alle die sehr steinige, von Baumwurzeln gespickte Wanderung durch den regnerischen Wald schafften. Auf dieser Wanderung, in einer Hand den Schirm, in der anderen den Stock, gab es durchaus auch Interessantes zu sehen. die Dreifaltigkeitskapelle, den Oberpfalzturm, an der höchsten Stelle der Wanderung, 960 Mr. hoch. Die Burgruine Weißenstein. Der " Super Ausblick " vom Turm fiel buchstäblich ins Wasser. Wir waren froh, als wir das Marktredwitzer Haus erreicht hatten und einen warmen Tee genießen konnten. Bedingt durch das regnerische Wetter fiel der Ausflug zum Felsenlabyrinth aus, stattdessen hatte unser ortskundiger findiger Wanderführer Dieter, die Idee, uns durch einen Granitstein - Irrgarten laufen zu lassen. Entspannt laufen, beim Laufen entspannen. Hat funktioniert: Bei Kaffee und Kuchen im gegenüberliegenden DorfCafè.

Samstagabend nach einem letzten hervorragenden Essen in Büffet Form, konnten wir noch ein Tänzchen wagen, denn ein Akkordeonspieler lud zur  Musik ein, die ihren Abschluss in einer  lustigen Polonaise  fand.

Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen, Abschied von einer erlebnisreichen einwöchigen Reise, Abschied von einem Hotel, welches wir noch lange schwärmerisch in Erinnerung behalten werden. Abschied von der Kurpfalz mit seinen bizarren Felsformationen, von Weihern und Wald, bezeichnend für diese Landschaft.

Aber wir besuchten auf der Rückfahrt noch Amberg. Übrigens, wieder in kompletter Besetzung mit unserer Dorothea, die nach ihrem Sturz für einige Tage im Krankenhaus bleiben musste, aber glücklicherweise "nur mit Prellungen" wieder entlassen werden konnte. (Liebe Dorothea, weiterhin gute Genesung!!)

Amberg mit seiner weit über die Grenzen hinaus berühmten mittelalterlichen Hochzeit die im Jahre 1474 gefeiert wurde. Handelte es doch um den Sohn des pfälzischen Kurfürsten. Offenbar ein prächtiges Ereignis. Von unserer dortigen Reiseleiterin wurden wir dann auch hinlänglich über die damaligen Riten, aufgeklärt. Zwei Schauspieler boten uns Szenen aus dieser Zeit der ärmeren Hochzeitwilligen dieser Zeit dar. Hat sich im Laufe von Jahren wirklich so Vieles verändert? Eines auf jeden Fall: Heute sieht keiner mehr zu, beim Vollzug der Ehe in der Hochzeitsnacht.!! Zum Schluss sahen wir dann noch das winzige Hochzeithaus, 2,5 m. breit.

Dann ging es zügig weiter Richtung Heimat. Großes Lob unserem umsichtigen Busfahrer Erwin. Mit vielen neuen Eindrücken, Wissenswertem und mit unserem Schnellhefter, gespickt mit Informationen, in dem wir die Reiseroute (chronologisch) nachbetrachten können.

Unser Dankeschön gebührt Christa und Peter Mugele, die sich bereit erklärt hatten, die Reiseleitung zu übernehmen. Was sie dann auch taten, in ihrer ruhigen besonnenen Art. HERZLICHEN DANK !!! Auch für den genannten Schnellhefter, den sie als Leitfaden und Erinnerung an die Ausfahrt verteilten.

Bericht: Erika Rothweiler

Bilder:   Ernst Häußermann