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Startseite > Rückblicke 2018 > 25.02.2018 Ph. M. Hahn Kornwestheim
Rückblick auf die Wanderung vom 25.02.2018

„Zu Besuch bei Philipp Matthäus Hahn in Kornwestheim“

 

Eine Gruppe unentwegter Wanderer, die auch vor Minusgraden nicht zurückschrecken, traf sich am Bahnhof, um den berühmten schwäbischen Tüftler und Pfarrer, Philipp Matthäus Hahn in Kornwestheim zu „besuchen“. Mit Ingrid Ollig und Christa Mugele wanderten die Teilnehmer Richtung Salonwald/Grüne Bettlade und weiter über Karlshöhe und Autokino Richtung Kornwestheim. Die Sonne schien kräftig, aber der Wind …Zum Glück waren wir alle warm eingepackt! Die Aussicht unterhalb des Karlshöhen-Geländes war recht gut. Fernsehturm und Frauenkopfturm waren gut zu erkennen und auch der Rotenberg mit der Grabkapelle zeichnete sich deutlich ab.

Das Pfarrhaus in der Kornwestheimer Dorfmitte neben der Martinskirche ist ein eindrucksvolles Gebäude. Es steht an einem leichten Hang und hat mächtige Stützmauern, die dem Haus ein fast burgartiges Aussehen verleihen. Gebaut wurde es von 1770 – 72, speziell für den damals sehr berühmten Pfarrer und Erfinder Philipp Matthäus Hahn. Er war Sohn eines Pfarrers und stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Dank seiner zahlreichen technischen Erfindungen, z. B. Rechenmaschinen, Neigungswaagen, Taschenuhren und „Himmelsmaschinen“, die den Lauf der Gestirne veranschaulichen, kam er zu großem Ansehen.

Herzog Karl Eugen und der Markgraf von Baden waren beide an diesem genialen Mann interessiert und wollten ihn für den eigenen Hof gewinnen. Der württembergische Herzog war der Sieger in diesem Streit. Hahn wünschte für sich die reichste Pfarrei im Land, das wäre Echterdingen gewesen. Dort war aber keine Stelle frei und so kam Hahn an die zweitreichste Gemeinde in Württemberg, eben nach Kornwestheim. Das vorhandene kleine und alte Pfarrhaus lehnte er ab und so ließ der Herzog ein stattliches neues für ihn bauen, das er dann mit seiner umfangreichen Großfamilie (um die 25 Personen9 von 1772 bis 1781 bewohnte. In dieser günstigen Umgebung erlebte Hahn seine kreativsten und produktivsten Jahre. Seine ganze Familie half mit, all seine technischen Ideen umzusetzen und nach seinen Vorgaben zu bauen.

Herr Allgöwer, Vorsitzender und Gründer des Museums, erläuterte uns die ausgestellten Objekte sehr anschaulich und kenntnisreich und beantwortete geduldig unsere zahlreichen Fragen. Alle Objekte funktionieren auch heute noch, sogar die Taschenuhren! Wir waren restlos begeistert von den Schätzen dieses kleinen aber feinen Museums, das wir Ludwigsburger direkt vor unserer Haustür haben. Alle, die dabei waren, werden sicher ihre Begeisterung weitertragen, damit noch viele Leute zur Besichtigung kommen und sich ebenfalls an diesen Kostbarkeiten freuen können.

Bei einer gemütlichen Einkehr in der ESG-Gaststätte bedankte sich Hans Stöhr mit herzlichen Worten bei Christa und Ingrid für die interessante Museumstour.

Text:    Christa Mugele

Fotos:  Hans Stöhr