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Startseite > Rückblicke 2018 > 21.03.2018 Sen. im Raum Walheim
21.03.2018

Senioren wandern im Unterland

 

Laut Kalender haben wir Frühlingsanfang, aber der Winter zeigt sich noch mit Schneefall und Minustemperaturen. Am Mittwoch, 21.03.2018, ist uns jedoch Petrus hold, blauer Himmel und Sonnenschein schon ab den Morgenstunden. So fährt die Seniorengruppe des SAV, OG Ludwigsburg, mit dem Bus frohgelaunt nach Erligheim, dem Ausgangspunkt der heutigen Mittwochwanderung.

Fast 60 Mitglieder und Gäste beginnen im Neubaugebiet von Erligheim den Wandernachmittag durch das Baumbachtal. Der Baumbach entspringt bei Freudental und mündet bei Walheim in den Neckar.

Die Kurzwanderer überqueren den Bach und steigen zu den Baumbach Höfen an. Weiter geht es zum nahen Waldgebiet „Hart“- und von dort zu den ersten Häusern von Löchgau, danach weiter durch den Ort zur Schlusseinkehr im Gasthaus „Krone“.

Die Spaziergänger gehen eine kleine Runde durch das Neubaugebiet von Erligheim und fahren mit dem Bus zurück nach Löchgau.

Die Langwander-Gruppe geht das Baumbachtal abwärts, zuerst auf beiden Talseiten begleitet vom noch kahlen Wald. Aus dem Wald hört man das Hämmern eines Spechtes, das leise Zirpen von Meisen und den melodiösen Gesang der Buchfinken. Mehrfach entdecken die Wanderer auf dem Weg futuristisch geformte Holz-Ruhebänke.

Weiter talwärts: die ersten Frühlingsboten wie: stinkende Nieswurz, Veilchen, erste Anemonen, Ehrenpreis, Frühlingsscharbockskraut, das blau-blühende Wald-Immergrün. Ein kleiner Fuchs (Schmetterling) nascht an den Blüten. Auf einer Steinbogenbrücke bei Walheim wird der Bach gequert und es geht aufwärts, unterhalb der „Burg“, einer vermuteten Keltischen Befestigung. Vorbei an einem Reitplatz, wo an Pfingsten ein „Western-Reitturnier“ stattfindet, steigt der Weg weiter an zum Niedernberg. Am Wegrand die gelb-blühende Kornelkirsche. Die Wandergruppe erreicht den Besigheimer Panoramaweg. Kurz darauf ist die im Herbst 2016 errichtete Aussichtskanzel, aus Stahl erreicht. Sie bietet einen Tiefblick auf die Mündung der Enz in den Neckar und den besten Blick auf das historische Besigheim.

Weit geht der Blick bis hin zu den Felsengärten bei Hessigheim, über den Wald beim Husarenhof rotieren die riesigen Flügel des Windrads bei Ingersheim.

Der Weiterweg führt oberhalb der terrassierten Steillagen entlang, bis er in den HW 10 des Schwäbischen Albvereins einmündet. Dieser Fernwanderweg, genannt Stromberg - Schwäbischer Wald-Weg, führt über 170 km von Pforzheim nach Lorch.

Leicht ansteigend erreicht die Wandergruppe die ersten Häuser von Löchgau. In den gepflegten Vorgärten blühen bereits bunte Krokusse, Schneeglöckchen, Blaukissen und die Schleifenblume.

Für die Wanderer ist der Endpunkt der Wanderung, das Gasthaus Krone erreicht, wo die gemeinsame Schlusseinkehr stattfindet.

Löchgau wurde erstmals im 12. Jh. urkundlich erwähnt und war damals von einer Dorfmauer umgeben, deren Reste gegenüber dem Gasthaus Krone noch heute vorhanden sind. Das Gasthaus Krone selbst weist ein Alter von ca. 400 Jahren aus.

1875 wurde in Löchgau eine Nagelfabrik errichtet. Hier wurden fast 100 Jahre lang Nägel produziert. Löchgau ist auch bekannt durch die Skulpturen eines einheimischen Künstlers. Eine dieser Skulpturen ist der bereits österlich geschmückte Rathausbrunnen.

Am Ortsende verabschiedet eine Nagelskulptur, im Kreisverkehr, die Besucher von Löchgau; so auch unsere zufriedene,fröhliche Wandergruppe.

Bericht: Norbert Tauscher

Bilder:   Irmgard Roller