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Schwäb. Albverein e.V.

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Peter Mugele

 

Telefon: 07141 - 925152
Goethestraße 6
71638 Ludwigsburg 

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28. Oktober 2018 

Wanderung mit den Kornwestheimer Albvereinlern

 

 

Erstmals stand an diesem Sonntag eine gemeinsame Wanderung der Ortsgruppen Ludwigsburg und Kornwestheim auf dem Plan. Mit den Kornwestheimer Wanderführerinnen Christa Marquardt und Gerlinde Häntsch ging es hinauf auf die Filder zum Scharnhauser Park. Einst gründete hier der württembergische König Wilhelm I. ein Privatgestüt, das sich der Araber-Pferdezucht widmete. Das Gestüt bestand bis 1928, dann wurde es nach Marbach verlegt. Später wurde ein Fliegerhorst aus dem Gelände und nach dem Krieg waren viele Jahre amerikanische Soldaten in den „Nellingen Barracks“ stationiert.

 

Nach dem Abzug der Amerikaner entstand eine Wohnsiedlung, der sog. Scharnhauser Park. Im Jahr 2002 fand dort eine Landesgartenschau statt. Ein Rudel riesiger rosafarbener Hasen, die sich um eine Karotte scharen, war plötzlich auf einer kleinen Anhöhe zu sehen, ein Relikt jener Gartenschau und von weitem war der Amortempel sichtbar, der von Herzog Karl Eugen 1784 zusammen mit dem Scharnhauser Schlößchen erbaut wurde.

 

Leider hatte es schon nach dem Ausstieg aus der Bahn zu regnen angefangen und es blieb den ganzen Tag regnerisch. Schade, aber wir warten ja so lange schon auf Regen, wenn er auch nicht gerade an diesem Tag hätte kommen müssen. Es tat jedenfalls der guten Laune (fast) keinen Abbruch, denn bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung! Allmählich kamen die Kornwestheimer und die Ludwigsburger ins Gespräch; beim Wandern kann man ja sehr gut miteinander schwätzen. Wir freuten uns über die schöne Landschaft und die prächtige Herbstfärbung überall.

 

Durch eine hohle Gasse ging es hinab Richtung Körschtal. Wir kamen zur Hofer Mühle, die 1783 von Karl Eugen erworben wurde. Ein Brunnen mit dem Relief einer Stute mit Fohlen steht vor dem Gebäude. Laut Infotafel wurden zunächst Forellen im Brunnentrog gezüchtet, später wurde er als Pferdetränke verwendet. Ein großer Fohlenstall wurde dazugebaut, der zum Teil noch erhalten ist.

 

Kurz danach erreichten wir den Scharnhauser Vulkanschlot. Er gehört zum Gebiet des „schwäbischen Vulkans“, wurde aber erst 1892 als Vulkan erkannt. Der Eruptionsschlot füllte sich wieder mit dem ausgeworfenen Gestein. Heute ist das Ganze ein Flächen-Naturdenkmal.

 

Wir wanderten der Körsch entlang, die erstaunlich viel Wasser führte. Es hatte in der Nacht also doch einiges geregnet. Vorbei an den Pferdeställen der Stuttgarter berittenen Polizei stiegen wir gemächlich hinauf zum Schloss Hohenheim. Dort stellten wir uns zu einer kurzen Vesperpause unter, denn mittlerweile waren die Hosenbeine und Anorakärmel doch ordentlich feucht geworden. Von 1772 – 1793 wurde das Schloss von Karl Eugen für seine spätere Frau Franziska erbaut. Heute befindet sich darin die Universität und das deutsche landwirtschaftliche Museum. Schließlich erreichten wir über das Birkacher Feld die Hochhäuser im Asemwald. Eine Infotafel erläuterte die Bodenzusammensetzung der fruchtbaren Filder-Lößböden.

 

Im 20. Stock des Hochhauses waren für uns Plätze reserviert. Leider war die Aussicht nicht so atemberaubend wie bei Sonnenschein, denn der Regen ging in Schneeregen über und weitete sich zu einem kleinen Schneesturm aus. Später klarte es aber wieder auf und wir konnten doch noch den Ausblick in Richtung Schwäbische Alb genießen. Feucht-fröhlich, im wahrsten Sinne des Wortes, saßen wir einige Stunden zusammen, stärkten uns an den Produkten der ausgezeichneten Küche, unterhielten uns angeregt über unsere Gemeinsamkeiten im Albverein. Thomas Bucic bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei den Wanderführerinnen Christa und Gerlinde für ihre Mühe bei der Vorbereitung und Durchführung der Wanderung und allgemein wurde der Wunsch nach einer Wiederholung geäußert …

 

 

Text: Christa Mugele

Fotos: Gerda Potzel