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22. November 2018

Senioren wandern entlang der Enz

Am 21. November 2018 wanderten die Senioren der Enz entlang von Enzweihingen nach Oberriexingen und weiter nach Unterriexingen.

 

Es ist herbstlich, trübes und kühles Wetter, noch ungewohnt nach heißen Monaten, als sich die Wanderfreunde im blauen Hasslerbus mit Fahrer Walter auf die Fahrt machten um über die B10 nach Enzweihingen zu kommen. Unterwegs hatten Irmi und Norbert Tauscher die Wanderfreunde und auch Gäste begrüßt und den Wandernachmittag vorgestellt. In Enzweihingen musste noch eine kleine Enz-Brücke, soll man aussteigen, dass der Bus nicht so schwer ist, überfahren werden und konnte dann bei einer großen Biogärtner-Anlage die Wanderung beginnen. Zunächst im Blickfeld das riesig hohe Eisenbahnviadukt. Beim Bau eines Pfeilers wurde am Berg ein Friedhof und wie von Archäologen dann festgestellt aus Merowingischer Zeit, angeschnitten und sichtbar gemacht. Auch befand sich in der Gegend einst der Ort Leinfelden, welcher aber ab 1560 nicht mehr existierte. Übrig blieb der Leinfelder Hof, welchen man später erreichte. Der Gutshof hat eine wechselvolle Geschichte. Z.B. wurde der Hof in den 1930ger Jahren von Freiherr von Neurath, damals Außenminister im 3. Reich, erworben. Neurath wurde bei den Nürnberger Prozessen zu 15 Jahren Haft verurteilt, früher entlassen und starb 1954 auf dem Leinfelder Hof. Interessant auch, dass seine Nichte Wendelgard von Neurath, später von Staden, welche auf dem elterlichen Gutshof bei Kleinglattbach aufwuchs miterlebt hat wie ihre Mutter sich für dort in einem Arbeitslager eingesetzte jüdische Sträflinge eingesetzt hat.

Man geht weiter im breiten Tal, rechts die Enz, links aufsteigend Weinberge, Wald und Strauchwerk. Auf Obstbaumwiesen liegt noch reichlich Obst welches Futter für die Vogelwelt wird. Das Tal wird enger, ist nahe am Fluss, man hat Blick zum anderen Ufer wo sich die Landschaft ausbreitet. Am steilen Gegenhang den wir entlang gehen sind teilweise schöne Wochenend-Gärten an gelegt Immer wieder ist im Wald und Strauchwerk zu erkennen, dass dort früher auch Weinberge sich befunden haben müssen. Am Weiterweg werden wir von einer heftig schnatternden Gänseschar willkommen geheißen. Die Enz fließt ruhig neben uns her und zeigt schöne Spiegelungen der Uferbäume im Wasser. Die ersten Häuser von Oberriexingen tauchen auf. Die Enz breitet sich jetzt zu einem weiten Fluss aus. Das Wasser ist angestaut, denn am Ortseingang befindet sich bei einer ehemaligen Mühle jetzt ein Laufwasserkraftwerk. Wir haben den erstmals 793 urkundlich erwähnten Ort Riexingen, 1120 dann als Oberriexingen bezeugt, erreicht. Gleich am Ortseingang ein Herrschaftshaus mit schöner Jugendstil-Fassade. Auch geht jetzt der Blick entlang der Hauptstraße hinein in den Ort mit alten Fachwerkhäusern und zur hochstehenden romanischen, später gotischen einstigen Wehrkirche, St. Georg. Der Besuch eines kleinen Museums in einem Privathaus, das einen alten römischen Weinkeller zeigen kann wäre möglich. In der dortigen Umgebung wurde nämlich vor Zeiten ein römischer Gutshof entdeckt. Doch wir müssen weiter. Am Ortsausgang wartet unser Bus. Jetzt kann man sich entscheiden gleich nach Unterriexingen zu fahren oder dorthin weiter zu wandern. Etliche Wanderfreunde gehen dann im Tal weiter, welches sich jetzt breit gestaltet. Felder und Wiesen begleiten uns. In weitem Bogen fließt die Enz weiter. Unterriexingen taucht auf. Hoch oben wird die Frauenkirche aus dem 13.Jhd. sichtbar. Auch sind die ehemalige Burg und Schloss mit seinem 29 Meter hohen Bergfried, früher Wohnturm, am Ortsende zu erkennen. Wir bleiben aber in der Talaue, überqueren auf neuer Fußgängerbrücke die Enz und sind dann am Endziel des Tages beim Unterriexinger Sportheim angekommen. Gemütlich sitzt man bei Kaffee und Kuchen, später mundet dann die vorbestellte Mahlzeit und bricht zu gegebener Zeit auf, um mit Walter die Heimfahrt anzutreten. Es ist Nacht geworden. Danke den Verantwortlichen für den vorbereiteten und durchgeführten Wandertag, welcher für das Wanderjahr 2018 für die Senioren der letzte war. Jetzt freut man sich auf die Jahresabschlussfeier und dann aufs neue Programm 2019. Auf Wiedersehen.

Bericht und Bilder: Wolfgang Staudenmayer